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Weißhaidinger lockt mit seiner Diskus-Gala die Fans

Internationale Wettkämpfe stehen in den Sternen, bei den Heimspielen in Österreich genießt Lukas Weißhaidinger das große Interesse.

Lukas Weißhaidinger. SN/gepa
Lukas Weißhaidinger.

Eigentlich würde Lukas Weißhaidinger jetzt schon die letzten 30 Tage seines Olympia-Countdowns herunterzählen. Doch Corona führte zu einer Verschiebung der Spiele von Tokio um ein Jahr. Wegen der unsicheren Lage finden derzeit auch keine großen internationalen Leichtathletikmeetings statt. Daher liegt der Fokus für den WM-Dritten im Diskuswurf derzeit auf den Austrian Top Meetings.

Diese Serie muss aber trotz kleinerer Dimensionen keinen Vergleich scheuen. In St. Pölten ließ der slowenische U23-Weltmeister Kristjan Čeh den Oberösterreicher mit 67,19 Metern deutlich hinter sich. Vor wenigen Tagen in Eisenstadt schlug "Luki" zurück: 64,22 Meter gegenüber 63,51 von Čeh waren angesichts des störenden Rückenwinds eine beachtliche Leistung. Ungewohnt war für Weißhaidinger der späte Beginn: "Ich habe in Österreich noch nie bei Flutlicht geworfen, mir taugt das. Dazu die Musik zum Einklatschen, ich hatte richtig Spaß, ich glaube, das hat man gesehen."

Ein neues Erlebnis war zudem das für österreichische Verhältnisse große Publikumsinteresse. Um die maximal erlaubte Personenzahl von 500 Personen (samt Athleten und Betreuern) einzuhalten, mussten anfangs gut 50 Fans sogar von außerhalb des Zauns zuschauen.

Dieser Boom sollte auch bei der Fortsetzung der Austrian-Top-Serie am 18. Juli in Graz sichtbar werden. Zumal nicht nur Weißhaidinger als Publikumsmagnet wirkt, sondern neben anderen auch Siebenkämpferin Ivona Dadic die Heim-Events mit ihrer Teilnahme aufwertet. In Eisenstadt überquerte die Hallen-Vizeweltmeisterin trotz starken Regens 1,82 Meter im Hochsprung. Am 1. August beschließt Weißhaidingers Heimspiel, das Meeting in Andorf (OÖ), die Serie.

Nennenswerte Wettkämpfe jenseits der Grenzen stehen für die Leichtathleten erst ab Mitte August im Wettkampfkalender. Weißhaidinger-Trainer Gregor Högler sagt: "Ob es Sinn hat, bis in den September hinein an internationalen Wettkämpfen teilzunehmen, weiß ich nicht. Speziell, wo sich die Situation nicht einschätzen lässt, wie sich Covid-19 in Europa entwickelt. Für uns hat in jedem Fall die Vorbereitung auf die Olympischen Spiele in Tokio klaren Vorrang."

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