Mixed

Wimbledon: Lisicki schickt Scharapowa nach Hause

Sabine Lisicki hat in Wimbledon am Montag zum dritten Mal nach 2009 und 2011 die regierende French-Open-Siegerin aus dem Bewerb geworfen.

Wimbledon: Lisicki schickt Scharapowa nach Hause SN/apa (epa)
Scharapowa hielt gegen Lisicki nicht mit.

Am siebenten Turniertag des dritten Grand-Slam-Events des Jahres war die frischgebackene Nummer 1, Maria Scharapowa, sensationell das nächste Opfer der 22-jährigen Deutschen: Lisicki setzte sich nach einer tollen Leistung mit 6:4,6:3 durch. Lisicki hat Scharapowa damit vom Tennis-Thron gestoßen. Scharapowa wird nun entweder wieder von der Weißrussin Wiktoria Asarenka, die am Dienstag im 3. Match nach 13.00 Uhr im Viertelfinale auf Tamira Paszek trifft, überholt oder von der Polin Agnieszka Radwanska.

Damit hat Wimbledon nach dem völlig unerwarteten Zweitrunden-Aus von Rafael Nadal (gegen Lukas Rosol/CZE) die nächste Sensation, und nach dem Vorjahresfinalisten aus Spanien ist auch die russische Finalistin 2011 bereits vorzeitig ausgeschieden. Lisicki trifft nun auf ihre deutsche Landsfrau Angelique Kerber, die die vierfache Major-Siegerin Kim Clijsters mit 6:1,6:1 verabschiedete. Und zwar im doppelten Sinn: Die Belgierin beendet ja bei den US Open ihre Karriere zum zweiten Mal - und endgültig.

"Eine Deutsche wird im Halbfinale sein - das ist doch schön", sagte Lisicki, die übrigens im deutschen Teil der Pressekonferenz behauptete, sie wisse nicht, ob sie schon einmal eine Nummer 1 der Welt zuvor geschlagen habe. Was sie weiß ist, dass Wimbledon "einfach mein Lieblingsturnier" ist. Im Vorjahr hatte eben erst Scharapowa ihren Erfolgslauf im Halbfinale gestoppt, diesmal nahm Lisicki erfolgreich Revanche. "Sie hat einfach viele Dinge besser gemacht als ich. Sie hatte immer schon dieses Potenzial. Wenn sie auf diesem Level spielt, gehört sie sicher in die Spitze", sagte Scharapowa.

Bei den Herren hat sich Roger Federer als Erster auf dem Weg zu seinem erhofften siebenten Wimbledon-Titel ins Viertelfinale gespielt. Ein 7:6(1),6:1,4:6,6:3-Erfolg über den Belgier Xavier Malisse bedeutete sein bereits 33. Grand-Slam-Viertelfinale en suite. Der 30-jährige Schweizer trifft nun auf den Russen Michail Juschnij, der sich in fünf Sets gegen den Usbeken Denis Istomin durchsetzte.

(APA)

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