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Wings for Life World Run: Eine Million Kilometer für einen guten Zweck

Der Wings for Life World Run bewegt am Sonntag wieder Hunderttausende. Beim Wohltätigkeitslauf sammeln auch zahlreiche Prominente Geld für die Rückenmarksforschung. Eine Salzburgerin will ganz vorne mitlaufen.

Cornelia Moser.  SN/gepa
Cornelia Moser.

Wien ist einer von zahlreichen Startpunkten auf der ganzen Welt. Um 13 Uhr gehen die Teilnehmer ins Rennen und versuchen, dem Catcher Car so lange es geht zu entkommen. Mittels einer eigenen App (www.wingsforlifeworldrun.com/app) kann aber Jedermann dort laufen, wo er will. Mit über 100.000 Teilnehmern und nahezu 1 Millionen gelaufenen Kilometer alleine im vergangenen Jahr ist dieser Wohltätigkeitslauf einmalig auf der ganzen Welt.

Unter dem Motto "Wir laufen für diejenigen, die es selbst nicht können" engagieren sich auch zahlreiche Sportler und Prominente aus anderen Sparten, um Spenden für die Rückenmarksforschung zu sammeln. Ziel ist es, eine Heilung für Querschnittslähmung zu finden. In den vergangenen fünf Jahren wurden weltweit 5.211.124 Kilometer zurückgelegt. In Österreich alleine waren es 190.052 Kilometer,
die beim Lauf 2018 in Wien und mit der Wings for Life World Run-App erlaufen wurden. Schauspielerin Nina Proll läuft zu Hause auf der eigenen Lieblingsstrecke, Skisprung-Legende Gregor Schlierenzauer so wie Mountainbikerin Valentina Höll, die Rodler David Gleirscher, Madeleine Egle, Andreas und Wolfgang Linger bei einem der zahlreichen organisierten App-Läufe, Anna Gasser, Thomas Morgenstern und viele mehr beim Rennen. Ebenfalls mit dabei sind die Biathlon-Asse Julian und Tobias Eberhard sowie Simon Eder, die Segel-Olympiasieger Roman Hagara und Hans-Peter Steinacher, Skispringerin Daniela-Iraschko-Stolz, Snowboarder Benjamin Karl, Marathon-Ass Lemawork Ketema, Snowboard-Evergreen Andreas Prommegger oder Skifahrerin Kathi Truppe. In Wien steuert kein Geringerer als Rallye Dakar-Sieger Matthias Walkner das Catcher Car.

Bereits Routine beim World Run hat Salzburgs beste Langstreckenläuferin Cornelia Stöckl-Moser. Zwei Wochen nach ihrem Marathon-Staatsmeistertitel in Linz geht sie in Wien mit ihrem frisch angetrauten Ehemann Andreas Stöckl ins Rennen. Mit 62,25 Kilometern war sie im Vorjahr in Mailand zweitbeste Läuferin weltweit. Für Stöckl-Moser ist die Teilnahme eine Herzensangelegenheit, seit ihr Vater nach einem Radunfall Rückenmarksverletzungen erlitt und monatelang im Rollstuhl saß.

Extrem liebt es auch diesmal Abenteurer Christian Schiester sein, der sich mit seinem Projekt "Sail & Run" demnächst auf Sorong, einer Insel im indonesischen Teil von Papua-Neuguinea, befindet. Der 51-jährige Steirer hat letztes Jahr per App auf den Kokosinseln im Indischen Ozean mitgemacht.

Insgesamt kamen beim Wings for Life World Run in allen Jahren Starter aus der ganzen Welt zusammen, um beeindruckende 23,6 Millionen Euro für die Rückenmarksforschung zu sammeln.

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