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Zverev zog erst nach 4:08 Stunden in zweite Paris-Runde ein

Alexander Zverev hat am Dienstag, dem dritten Tag der mit 42,66 Mio. Euro dotierten French Open, nur knapp ein Erstrunden-Aus vermieden. Der als Nummer 5 gesetzte, beste deutsche Tennisspieler führte gegen den gefährlichen Australier John Millman schon mit 2:0-Sätzen, doch über den Sieg jubeln durfte er erst nach 4:08 Stunden und einem 7:6(4),6:3,2:6,6:7(5),6:3-Erfolg.

Zverev mühte sich gegen Millman SN/APA (AFP)/PHILIPPE LOPEZ
Zverev mühte sich gegen Millman

Zverev, der sich unmittelbar vor Paris in Genf seinen ersten Saisontitel gesichert hatte, war entsprechend erleichtert. "Er hat mir das Leben sehr schwer gemacht. Er hat unglaublich gespielt", erklärte der 22-Jährige, der vor einem Jahr in Paris sein bisher einziges Major-Viertelfinale erreicht hatte. Am Ende sah er es positiv: "Ich bin gegen einen starken Gegner bei schwierigen Bedingungen weitergekommen, das ist das, was am Ende zählt."

Ein kurioses Match erlebte auch die Nummer 1 der Damen. Naomi Osaka, die bei den US Open und den Australian Open triumphiert hat, erwischte einen gewaltigen Fehlstart gegen die Slowakin Anna Karolina Schmiedlova. Nach knapp über 20 Minuten stand es aus Sicht der Japanerin 0:6. Bei 4:5 und 5:6 im zweiten Satz konnte sich Osaka dann zweimal nur dank einem Rebreak im Match halten. Doch sie zog den Kopf aus der Schlinge und siegte noch 0:6,7:6(4),6:1.

Osaka trifft nun auf eine Vorgängerin auf dem Damen-Tennisthron: Viktoria Asarenka gewann den Hit zweier Ungesetzter gegen Ex-French-Open-Siegerin Jelena Ostapenko 6:4,7:6(4).

Simona Halep begann ihre Jagd nach einer erfolgreichen Titelverteidigung indes mit einem Dreisatzsieg. Die als Nummer 3 gesetzte Rumänin verlor gegen die Australierin Ajla Tomljanovic nach rasch gewonnenem ersten Satz etwas den Faden, ließ aber im Entscheidungssatz keinen Zweifel aufkommen. Mit 6:2,3:6,6:1 zog die frühere Nummer eins in die zweite Runde ein. Dort wartet die Polin Magda Linette.

In der Tableau-Hälfte von Dominic Thiem gelangen bei den Herren neben Zverev auch Juan Martin Del Potro (ARG-8) und Monte-Carlo-Sieger Fabio Fognini (ITA-9) keine glatten Auftakt-Erfolge. Beide kamen wie Thiem jeweils in vier Sets weiter: Del Potro gegen den Chilenen Nicolas Jarry (3:6,6:2,6:1,6:4), Fognini gegen Landsmann Andreas Seppi (6:3,6:0,3:6,6:3).

"Ich bin einfach nur froh, dass ich wieder Tennis spiele und nach all meinen Verletzungen wieder in Paris zu sein", meinte "Delpo", ein möglicher Viertelfinal-Gegner von Thiem. Seit 2010 hat der Argentinier Roland Garros drei Mal wegen Verletzungen absagen müssen. Die erste Hürde ebenfalls in vier Sätzen genommen hat der Spanier Fernando Verdasco (ESP-23) gegen Daniel Evans.

Und es gab auch wieder einen Rekord: Denn der 40-jährige Kroate Ivo Karlovic und der 37-jährige Spanier Feliciano Lopez lieferten sich ein Duell, das der Ältere 7:6(4),7:5,6:7(7),7:5 für sich entschied. Schon vor dem Antreten war klar - es ist mit kombiniert 77 Jahren das älteste Herren-Match in Roland Garros, seit es Profitennis gibt (1968). Karlovic ist weiters seit Jimmy Connors (1992) der erste Spieler über 40 Jahren im Hauptfeld eines Majors.

Quelle: APA

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