Mixed

Zwei Fußballmeister aus dem Lungau

Der USC Mariapfarr-Weißpriach lädt nach dem 8:0-Kantersieg gegen Hüttau             zur Meisterfeier. Der USV Zederhaus holte ebenfalls den Meistertitel. Trainer Günter Pfeifenberger wird sein Amt nach dem großartigen Erfolg       zurücklegen. Muhr zittert noch um den Klassenerhalt.

2. Klasse Süd: FC Hüttau - USC Mariapfarr 0:8 (0:4).

"Natürlich hätten wir den Sack gerne zu Hause im Derby gegen Mauterndorf zugemacht", gibt Trainer Erich Bogensperger gerne zu, "aber es sollte halt nicht sein." Nach dem 8:0-Auswärtssieg in Hüttau aber ist es Gewissheit: Mariapfarr steigt nicht nur in die 1. Klasse Süd auf, Mariapfarr ist auch Meister der 2. Klasse Süd. Endlich, ist man geneigt zu sagen. Seit Jahren ist der Verein als Favorit der Liga gestartet, aber es hat lange nicht geklappt. Erst als der aktuelle Trainer sich und seiner Funktionärsmannschaft zwei anstatt einem Jahr verordnete, ist die Saat aufgegangen. "Ein Jahr, um die jungen Spieler zu festigen, braucht man einfach. Da spielt auch die körperliche Stärke eine große Rolle."

Und sie haben großartig eingeschlagen, die jungen Eigenbauspieler, geführt von einem, der schon viel Erfahrung hat: Herwig Hutegger. Das war auch in Hüttau so: zwei Mal Hutegger sowie Simon Prodinger und Josef Petzlberger vor der Pause, nach Wiederbeginn noch zwei Mal Hutegger sowie Bernhard Mandl und Michael Mandl sorgten für die Treffer. Womit das vor zwei Wochen von den Spielern selbst ausgerufene Ziel, 100 Tore zu schießen und 60 Punkte zu erreichen, zur Hälfte erfüllt ist: Mariapfarr hat in 26 Runden sagenhafte 102 Volltreffer gelandet. Um die 60 Punkte zu erfüllen, soll in der letzten Runde (Samstag, 17 Uhr) zu Hause die 1b-Mannschaft aus Bischofshofen geschlagen werden. Aber egal, wie das Spiel endet, anschließend wird gefeiert.

Der USC Mauterndorf verlor zu Hause gegen den SV Mühlbach/Hk. knapp mit 1:2 (1:1). Das Tor der Lungauer schoss zum 1:0 in der 29. Minute Christof Modl. Im letzten Spiel ist die Mannschaft in Altenmarkt zu Gast (Samstag, 13.30 Uhr).

Mit 2:5 musste der USK St. Michael im letzten Spiel der 1. Landesliga zu Hause gegen Thalgau die Segel streichen. Nach 43 Minuten stand es 0:4. Goalie Mark Stumbecker verhinderte Schlimmeres. Die Lungauer bäumten sich auf, Dominik Stumbecker gelang dabei sogar ein Doppelpack. Zu mehr reichte es nicht mehr. Immerhin aber reichte eine passable Frühjahrsrunde für den Klassenerhalt.

1. Klasse Süd: USC Flachau - USV Zederhaus 3:1 (1:0).
"Das ist auch für mich eine Überraschung. Ich hätte nicht geglaubt, dass wir heuer tatsächlich Meister werden könnten", sagt Günter Pfeifenberger, seit zwei Jahren Trainer von Zederhaus. Eine Runde vor Schluss kann seine Mannschaft von St. Veit nicht mehr eingeholt werden, das zu Hause überraschend gegen Unken mit 1:2 verloren hat. So war auch die 1:3-Niederlage in Flachau kein Beinbruch mehr. Daniel Pfeifenberger aus einem Freistoß hatte gegen die wiedererstarkten Pongauer zwischendurch den 1:1-Ausgleich erzielt. Ansonsten aber war Flachau stärker, vor allem dessen schnelle Stürmer. Ein paar Minuten verbarrikadierte sich die Zederhauser Mannschaft in der Kabine, bis die Meldung aus St. Veit kam und der Meistertitel sicher war. Zweifellos profitierte Zederhaus von der Finalschwäche der St. Veiter. Den Titel soll das aber in keiner Weise schmälern. "Unsere ganz große Stärke war das Kollektiv, der Zusammenhalt war einfach grandios. Ich habe den Jungs immer gesagt, spielt locker Fußball, habt Freude, dann gelingt euch auch etwas. Das haben sie bravourös umgesetzt."

Auch Topscorer Daniel Pfeifenberger ist voll des Lobes: "Ja, ich konnte wieder viele Tor erzielen, aber das war nur möglich, weil ich von den Kollegen so gut unterstützt worden bin. Auch bin ich längst nicht mehr der Einzige, dem diese Treffer gelingen." Für die 2. Landesliga Süd werde man aber aufrüsten müssen: "Wir sind in der 1. Klasse im Grunde mit 15 Spielern durchgekommen, das spielt es in der 2. Landesliga nicht!" Die Planung für die neue Saison geht ohne Günter Pfeifenberger über die Bühne: Der Meistermacher tritt zurück. "Ich habe dem Verein schon vor vielen Monaten gesagt, dass nach zwei Jahren Schluss ist. Ich hatte wunderbare Jahrzehnte in der Welt des Fußballs, aber jetzt ist es genug!" Ganz damit abfinden tun sich die Funktionäre noch nicht, aber so, wie er es gesagt hat, scheint es sicher, dass es auch bleibt. Bei der großen Titelfeier am Samstag (17 Uhr) nach dem Letztrundenspiel gegen St. Martin/Tgb. jedenfalls wird er noch einmal gebührend gefeiert werden.

Der USK Muhr hat sein 1:16-Debakel der Vorwoche offenbar gut verkraftet. Zu Hause gegen Rauris gab es einen 2:0-Erfolg. Die Tore erzielten Bernhard Pfeifenberger und Jürgen Gruber.

Der USC Ramingstein bezog in St. Martin/Tgb. eine 11:0 (3:0)-Schlappe. Ramingstein steigt als Letzter nun ab, Muhr bleibt als Vorletzter nur dann in der 1. Klasse, wenn Tamsweg sein Relegationsspiel gegen Faistenau (Samstag, 17 Uhr, Pfarrwerfen) gewinnt und so in die 1. Landesliga aufsteigen darf. Tamswegs "Generalprobe" auswärts gegen Neukirchen, bei der einige Spieler geschont wurden, wurde mit 0:4 verloren.

Quelle: SN

Aufgerufen am 17.08.2018 um 08:37 auf https://www.sn.at/sport/mixed/zwei-fussballmeister-aus-dem-lungau-29138164

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