Motorsport

Der Nabel der Motorsportwelt liegt an diesem Wochenende in Italien

Die Formel 1 feiert in Mugello den 1000. Grand Prix des italienischen Traditionsteams Ferrari. KTM will in Misano nach dem MotoGP-Heimsieg vor drei Wochen nachlegen. Erstmals in dieser Saison sind wieder Zuschauer zugelassen.

Sebastian Vettel (links) geht mit einer speziellen Lackierung an den Start, Valentino Rossi hat den Kampf um den WM-Titel noch nicht aufgegeben. SN/afp
Sebastian Vettel (links) geht mit einer speziellen Lackierung an den Start, Valentino Rossi hat den Kampf um den WM-Titel noch nicht aufgegeben.

Sowohl die Formel 1 als auch die MotoGP bestreiten an diesem Wochenende ihren jeweiligen Grand Prix in Italien. Während beim neunten Saisonlauf der Formel 1 in Mugello alles im Zeichen des 1000. Rennens von Ferrari steht, peilt KTM nach dem Heimsieg in Spielberg vor drei Wochen durch Miguel Oliveira in Misano den nächsten Podestplatz in der MotoGP an. Erstmals in dieser Saison dürfen auch wieder Zuschauer an die Rennstrecken.

Schauplatz Mugello. So richtig ist trotz des Jubiläums niemand der Männer in Rot in Feierlaune. Der wankende Riese Ferrari strauchelt bislang durch die Formel-1-Saison 2020. Nach dem Totalausfall in Monza steht für den italienischen Traditionsrennstall an diesem Wochenende bereits das nächste Heimrennen auf dem Programm.

Zum ersten Mal in der Geschichte der Formel 1 fährt die Rennserie auf der Strecke in Mugello. Der Grand Prix am Sonntag (15.10/ORF 1) auf der markeneigenen Rennstrecke Ferraris markiert zudem das 1000. Rennen des Rennstalls aus Maranello in der Königsklasse. Für das Jubiläumsrennen hat sich Ferrari viel einfallen lassen. In Anlehnung an die ersten Rennwagen der Italiener wird es eine dunklere Lackierung geben, auch die Rennanzüge der Piloten werden anders rot gefärbt sein als sonst. Zudem wird auf die Ferrari-Boliden eine große gelbe "1000" lackiert. "Ich sehe es als Ehre, beim 1000. WM-Lauf von Ferrari antreten zu dürfen", sagte Sebastian Vettel.

Erstmals in dieser Saison sind bei einem Rennen auch Zuschauer zugelassen. Bis zu 2880 Fans dürfen jeweils täglich an der Strecke dabei sein. In den freien Trainings am Freitag zeigte sich Ferrari verbessert. Charles Leclerc landete im ersten Training auf Rang drei, die Tagesbestzeit fuhr Mercedes-Pilot Valtteri Bottas. Am Rennsonntag könnten die Zuschauer sogar ein rotes Auto in Führung liegend betrachten. Allerdings nur, weil das Safety-Car zu Ehren Ferraris rot lackiert wurde.

Schauplatz Misano. Nach dreiwöchiger Pause seit dem Österreich-Doppel in Spielberg mit dem Heimsieg von KTM-Tech3-Pilot Miguel Oliveira startet die MotoGP in Misano wieder durch. Die Doppelveranstaltung auf der Rennstrecke an der Adria-Küste ist gleichbedeutend mit dem Auftakt in die zweite Saisonphase. Nicht weniger als neun Rennen in elf Wochen bis zum Saisonfinale Ende November in Portugal stehen auf dem Programm. Erstmals in dieser Saison sind in der MotoGP auch Zuseher erlaubt. Bis zu 10.000 Fans dürfen pro Tag auf das Gelände der Rennstrecke.

Vor dem sechsten Saisonrennen am Sonntag (14 Uhr/live Servus TV) könnte der Kampf um die Weltmeisterschaft in Abwesenheit des verletzten Marc Márquez kaum spannender sein. Spielberg-Sieger Oliveira hat als Neunter nur 27 Punkte Rückstand auf den WM-Ersten Fabio Quartararo. "Alles ist noch möglich", weiß Valentino Rossi. KTM möchte das Formhoch bestätigen und auch in Italien um das Podest mitfahren. Auch wenn die Charakteristik der Strecke eine andere als in Spielberg ist. Bei den Trainings am Freitag fuhr Quartararo die Bestzeit. Alle vier KTM-Piloten landeten in den Top 10.

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Aufgerufen am 23.11.2020 um 10:08 auf https://www.sn.at/sport/motorsport/der-nabel-der-motorsportwelt-liegt-an-diesem-wochenende-in-italien-92689090

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