Motorsport

Der nächste Schritt heißt jetzt Rallye-EM

"In Österreich alles erreicht": Hermann Neubauer gibt jetzt in der EM mit einem Ford Fiesta R5 Gas. Debüt in drei Wochen.

Hermann Neubauers Blick geht voraus − in Richtung EM. SN/daniel fessl
Hermann Neubauers Blick geht voraus − in Richtung EM.

Lange hat er sich mit der Entscheidung Zeit gelassen, am Ende ist dann doch alles recht schnell gegangen: Schon heute, Mittwoch, wird Hermann Neubauers neues Auto verladen, um in drei Wochen auf den Azoren (Portugal) das nächste Kapitel in seiner Rallye-Laufbahn aufzuschlagen: den Start in der Rallye-Europameisterschaft.

"In Österreich habe ich in den letzten Jahren eigentlich alles erreicht, den Titel gewonnen und im Vorjahr mit einem alten Auto bis zum letzten Rennen gegen das Weltmeister-WRC gekämpft. Jetzt war es wichtig, dass ein neuer Schritt kommt." Der nächste Abschnitt beginnt technisch mit einem Umstieg: Statt in einem sechs Jahre alten WRC wird er in einem neuen R5 sitzen - das ist die Klasse unterhalb der WRC. Da sind einige Teile (Spurstange, Lenkung) Serienteile, um es günstiger zu machen. "Aber motorisch gibt es kaum einen Unterschied zum alten WRC", sagte Neubauer nach den ersten Testfahrten am Montag.

Die Rallye-EM wurde quasi als Gegenentwurf zur WM installiert - und wird von Eurosport promotet und live übertragen. "Ein wichtiges Argument für Sponsoren", sagt Neubauer, der damit über eine ansehnliche Live-Präsenz verfügen wird. Los geht es mit den Läufen auf den Azoren (ab 22. März) und den Kanaren (Anfang Mai), dann stehen gleich einige europäische Klassiker auf dem Programm, darunter die Akropolis-Rallye, die Barum-Rallye (in Tschechien) und die Zypern-Rallye, alles ehemalige WM-Klassiker. Da will Neubauer bei möglichst vielen dabei sein − mit Ausnahme der Akropolis-Rallye Anfang Juni. Das hat aber mit einem durchaus freudigen Termin zu tun: "Da werde ich Vater, da möchte ich dabei sein."

Der neue Ford Fiesta wurde vom britischen Werkteam (M-Team) aufgebaut und wird von Max Zellhofer eingesetzt. Der hat Neubauer schon in der Vergangenheit betreut und wird sich heuer mit einer zehnköpfigen Crew um ihn kümmern.

Aufgerufen am 22.06.2018 um 12:46 auf https://www.sn.at/sport/motorsport/der-naechste-schritt-heisst-jetzt-rallye-em-25062055

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