Motorsport

Die Formel 1 in Miami: "Für mich fühlt sich das wie der Super Bowl an"

Die Formel 1 erobert den US-amerikanischen Markt. Das bevorstehende Rennen in Miami lässt die Herzen aller Beteiligten höherschlagen.

 SN/APA/AFP/CHANDAN KHANNA

Jahrelang hatte die Formel 1 mit immer geringer werdendem Zuschauerinteresse rund um die Welt zu kämpfen. In den USA war die Königsklasse des Motorsports quasi nicht existent. Bernie Ecclestone gelang es über Jahrzehnte nicht, den Amerikanerinnen und Amerikanern die Formel 1 schmackhaft zu machen. Die Übernahme der Rennserie durch das US-amerikanische Medienunternehmen Liberty Media im Jahr 2016 erwies sich als Glücksfall für den Rennsport. Die Formel 1 hat ihr Image als reine Ressourcen- und Geldvernichtungsmaschinerie weitgehend abgelegt. Spätestens seit dem packenden WM-Duell zwischen Lewis Hamilton und Max Verstappen in der Vorsaison befindet sich die Königsklasse endgültig im Aufschwung. Fans, Sponsoren, Medien - alle wollen wieder Teil des PS-Spektakels sein. Dass die Formel 1 wirtschaftlich kein Verlustgeschäft mehr sein muss, beweist nicht zuletzt der bevorstehende Einstieg der beiden Marken Porsche und Audi im Jahr 2026.

Ein besonderes Anliegen der Formel-1-Verantwortlichen in den vergangenen Jahren war es, den amerikanischen Markt für sich zu gewinnen. Der Grand Prix der USA in Austin ist bereits seit 2012 fixer Bestandteil im Rennkalender, mit dem Premierenrennen in Miami wird in diesem Jahr sogar zwei Mal auf US-amerikanischem Boden gefahren. Denn die Formel 1 boomt endlich auch in den USA. Die Einschaltquoten der Formel 1 im US-Fernsehen sind deutlich gestiegen, die Nachfrage nach Tickets ist riesig. "Es ist aufregend zu sehen, dass die Formel 1 immer größer in den USA wird", sagt Weltmeister und Red-Bull-Pilot Verstappen.

McLaren-Chef Zak Brown, der seit zwei Jahrzehnten im Motorsport aktiv ist, gehen für das bevorstehende Rennen in Florida am Wochenende sogar die Superlative aus. "Ich habe noch nie ein Rennen gesehen, bei dem es so große Nachfrage von Sponsoren und so großes Interesse von Promi-Gästen gab. Für mich fühlt sich das wie der Super Bowl an", meinte der 50-jährige Amerikaner vor dem Heimrennen.

Ein "falsches" Heimrennen ist Miami für den 32-jährigen Mexikaner Sergio Pérez. Denn rund 70 Prozent der Bevölkerung Miamis haben lateinamerikanische Wurzeln. "Es ist ein toller Markt für die Formel 1 und ich bin sicher, dass eine Menge Lateinamerikaner und Mexikaner beim Rennen sein werden", erklärt der Red-Bull-Pilot, der seinen Fans ein Spektakel bieten möchte. "Ich freue mich darauf zu sehen, was wir in Miami erreichen können. Ich will Woche für Woche mehr."

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