Motorsport

Die KTM-Sternstunde kam zum Saisonfinale

In Valencia erreichte der Spanier Pol Espargaró zum ersten Mal in der Geschichte der Königsklasse ein Podium für ein österreichisches Team.

Ein erstes MotoGP-Siegerbild mit einem KTM-Fahrer: Pol Espargaro (r.) musste sich in Valencia nur Alex Rins und Andrea Dovizisio (v. l.) geschlagen geben. SN/APA/AFP/JOSE JORDAN
Ein erstes MotoGP-Siegerbild mit einem KTM-Fahrer: Pol Espargaro (r.) musste sich in Valencia nur Alex Rins und Andrea Dovizisio (v. l.) geschlagen geben.

Am Ende der zweiten Saison in der MotoGP schrieb das KTM-Team am Sonntag in Valencia österreichische Motorsportgeschichte. Mit dem Spanier Pol Espargaró erreichte zum ersten Mal ein Fahrer eines rot-weiß-roten Teams einen Podiumsplatz in der Königsklasse der Motorrad-Weltmeisterschaft. Siege in der Moto2 durch den Portugiesen Miguel Oliveira und durch den türkischen Gaststarter Can Öncü in der Moto3 rundeten den großen Erfolg der KTM-Familie in der Valencianischen Gemeinschaft ab. Öncü ist mit 15 Jahren und 115 Tagen nun der jüngste Sieger in der Motorrad-WM.

Obwohl in der MotoGP mit dem Spanier Marc Márquez der Weltmeister schon länger feststeht, entwickelte sich in Valencia ein packendes Rennen. Bei nassen Verhältnissen und einer längeren Unterbrechung nach einer Serie von Stürzen gewann der italienische Ducati-Fahrer Andrea Dovizioso das Rennen vor dem Spanier Alex Rins und - Pol Espargaró, der durch Verletzungen einen durchwachsenen Saisonverlauf erlebt hat. Die KTM-Strategen Pit Beirer und Mike Leitner lagen sich nach Espargarós Zieldurchfahrt in den Armen und schickten Grüße an die Belegschaft. Sportchef Pit Beirer: "Ich kann noch gar nicht sagen, was los ist. Wir haben heuer so viele schwere Stunden gehabt und nun einiges zurückbekommen - und das alles in drei Klassen. Das gibt uns Kraft." Extragrüße gab es für KTM-Chef Stefan Pierer. Team-Manager Mike Leitner ergänzte: "Es war heuer so schwierig, aber wir haben gespürt, da ist mehr drinnen. Ein Podium in der MotoGP, das ist traumhaft für unsere ganze Truppe. Da steckt so viel Herzblut drinnen."

Pol Espargaró, der sich in einigen Rennphasen tolle Duelle mit Weltmeister Márquez geliefert hatte, sagte: "Das hört sich surreal an. Verdammt, es ist surreal! Die letzte Runde kam mir so lange wie ein Jahr vor. Auch Platz vier hätte ich genommen, denn auch das wäre eine unglaubliche Position gewesen."

Einen versöhnlichen Abgang gab es für den Briten Bradley Smith, der sein letztes Rennen für KTM auf Rang acht beendete. Seinen Platz nimmt 2019 der hoch eingeschätzte Franzose Johann Zarco ein.

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