Motorsport

Formel 1: Lewis Hamilton ist nun auch offiziell ein Sir

Sein Mercedes-Teamchef Toto Wolff gratulierte indes Max Verstappen zum Titelgewinn.

Sir Lewis Hamilton SN/AP
Sir Lewis Hamilton

Bis Donnerstagabend hat Mercedes noch Zeit, um gegen die abgewiesenen Proteste nach dem umstrittenen Formel-1-Finale in Abu Dhabi am vergangenen Sonntag in Berufung zu gehen. Dass die Silberpfeile weiter gegen die Entscheidungen der Rennleitung rund um Michael Masi vorgehen wird, ist inzwischen aber unwahrscheinlich. Zum einen hätte der Konstrukteursweltmeister seit Sonntag schon genug Zeit gehabt, um Berufung einzulegen. Zum anderen gratulierte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff, der den achten Weltmeistertitel in der Teamwertung en suite ausgiebig in Abu Dhabi feierte, dem frischgebackenen Weltmeister Max Verstappen mittlerweile zum Titelgewinn. "Toto hat mir einen Text geschickt: Gratulation zur Saison und dass ich es verdient habe zu gewinnen", sagte Verstappen, der in der kommenden Saison mit der Nummer 1 auf seinem Boliden an den Start gehen wird.

Passend zur Rivalität der Teamverantwortlichen konnte sich Red-Bull-Motorsportberater Helmut Marko einen Seitenhieb in Richtung Mercedes nicht verkneifen: "Es ist eines WM-Finals unwürdig, dass die Entscheidung so hinausgezögert wird. Das spricht aber für die Gesinnung eines, ich würde sagen, unwürdigen Verlierers. Wir werden unser Engagement in der Formel 1 überdenken, wenn das nicht entsprechende Auswirkungen für die zukünftigen Meisterschaften hat", schimpfte Marko. Dass Red Bull nach dem wertvollsten Titelgewinn seit dem Einstieg in die Königsklasse nun ernsthaft über einen Rückzug nachdenkt, glaubt aber nicht einmal der "Doktor" selbst.

Anders als die Teamverantwortlichen verhielt sich der im WM-Finale geschlagene Lewis Hamilton sofort nach dem Rennen wie ein Sir. Ab sofort darf sich der 36-jährige Brite auch ganz offiziell Sir Lewis nennen. Denn Thronfolger Prinz Charles schlug Hamilton, der von seiner Mutter begleitet wurde, am Mittwoch auf Schloss Windsor zum Ritter. Schon vor einem Jahr hatte der Buckingham-Palast verkündet, dass der siebenmalige Weltmeister in den Ritterstand erhoben wird. Wegen der Pandemie konnte die Zeremonie aber nicht früher stattfinden. Der Ritterschlag ist für britische Sportler die höchste Auszeichnung. Hamilton ist nach Jackie Stewart, Stirling Moss und Jack Brabham der vierte Rennfahrer, dem diese Ehre zuteilwurde.

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