Motorsport

Formel 1: Lewis Hamilton jagt in Russland Schumachers Rekord für die Ewigkeit

Der Mercedes-Pilot kann beim Grand Prix von Russland am Sonntag die Bestmarke von 91 Siegen in der Formel 1 einstellen.

Lewis Hamilton. SN/apa (afp)
Lewis Hamilton.

Als Michael Schumacher beim Grand Prix von China 2006 sein 91. und letztes Formel-1-Rennen für sich entscheiden konnte, stellte der Deutsche einen Rekord auf, der für die Ewigkeit gemacht schien. In der ersten Saison nach dem Rücktritt des Formel-1-Rekordweltmeisters feierte ein 22-jähriger Brite aus Stevenage für das Traditionsteam McLaren sein Debüt in der Königsklasse des Motorsports. Sein Name: Lewis Hamilton.

Der erste schwarze Rennfahrer in der Geschichte der Formel 1 startete mit großen Vorschusslorbeeren in seine Premierensaison und zeigte von Beginn an außergewöhnliche Leistungen. In seinen ersten fünf Rennen fuhr er jeweils aufs Podest, beim Grand Prix von Kanada 2007 feierte Hamilton seinen ersten Formel-1-Sieg. Die Saison beendete der Brite auf dem zweiten Rang in der Fahrerwertung, noch vor dem Doppelweltmeister und Teamkollegen Fernando Alonso. Trotz dieser beeindruckenden Statistiken ging niemand davon aus, dass Hamilton jemals auch nur in die Nähe der magischen Schumacher-Zahl von 91 Siegen kommen könnte.

13 Jahre und sechs Weltmeistertitel später hat der Mercedes-Pilot beim Grand Prix von Russland in Sotschi am Sonntag (13.10 Uhr/live ORF 1, Sky, RTL) die Chance, den Allzeitrekord "Schumis" einzustellen. Der WM-Leader blickt dem Rennwochenende in Russland dennoch entspannt entgegen: "Ich gehe dieses Wochenende nicht anders an als jedes andere. Wenn es passiert, dann wird es irgendwann so weit sein. Ich höre nicht so bald auf." Sebastian Vettel beurteilt die Rekordjagd seines einstigen Widersachers zwiegespalten. "Dass er den Rekord brechen wird, stimmt mich traurig. In meinem Kopf gehört der Rekord Michael. Aber ich freue mich auch für Lewis, weil er den Rekord verdient", sagte der Ferrari-Pilot.

Die Vorzeichen, die Bestmarke an Siegen bereits bei der ersten Möglichkeit am Sonntag zu egalisieren, stehen gut. Bisher konnte Mercedes alle sechs Rennen in Sotschi für sich entscheiden, Hamilton siegte vier Mal auf dem Kurs. Nur Teamkollege Valtteri Bottas hat realistische Chancen, den 91. Sieg Hamiltons zu verhindern. Der Russland-Spezialist entschied beide Trainings für sich. Außerdem wurde am Freitag Stefano Domenicali als Nachfolger des scheidenden Formel-1-Geschäftsführers Chase Carey ab 2021 offiziell bestätigt.

Auch wenn Hamilton nicht gewinnen sollte, dürfte am Sonntag zumindest ein Formel-1- Rekord eingestellt werden. Kimi Räikkönen wird in Sotschi seinen 322. Grand Prix bestreiten und mit Rekordhalter Rubens Barrichello gleichziehen.

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