Motorsport

Formel 1: Max Verstappen jagt Rekorde

Der Formel-1-Weltmeister war auch beim Grand Prix von Italien in Monza nicht zu schlagen. Die Serie muss nach Strafenchaos und Rennende hinter dem Safety-Car einiges überdenken.

Max Verstappen ist nicht zu schlagen. SN/APA/AFP/MIGUEL MEDINA
Max Verstappen ist nicht zu schlagen.

Es ist aktuell ganz egal, auf welcher Rennstrecke die Formel 1 gastiert: Der Sieger heißt seit dem letzten Rennen vor der Sommerpause in Ungarn immer Max Verstappen. Der 24-jährige Niederländer feierte beim Grand Prix von Italien in Monza bereits seinen elften Saisonsieg, den fünften en suite. Auch eine erneute Startplatzstrafe aufgrund des Wechsels einer Motorenkomponente sowie das Safety-Car, hinter dem das Rennen nach dem Ausfall von McLaren-Pilot Daniel Ricciardo beendet wurde, konnten den amtierenden Weltmeister auf seinem Siegeszug nicht stoppen. Nach dem Start von der siebten Position aus kämpfte sich Verstappen innerhalb einer Runde auf den dritten Rang nach vorn und machte Jagd auf Pole-Sitter Charles Leclerc.

In Monza stand Verstappen zum ersten Mal auf dem Podest

Der österreichische Rennstall wählte wieder einmal einen anderen und besseren Strategiezugang als Ferrari und so fuhr der WM-Führende ungefährdet seinem insgesamt 31. Sieg in der Formel 1 entgegen. In Monza stand der Red-Bull-Pilot zum ersten Mal auf dem Podest. "Es war ein großartiger Tag für uns. Endlich bin ich auch hier auf dem Podium", sagte Verstappen, der in der WM-Wertung nun 116 Punkte vor Verfolger Leclerc, der Zweiter wurde, liegt. Bei einem optimalen Rennverlauf könnte sich Verstappen bereits beim nächsten Formel-1-Rennen in Singapur Anfang Oktober zum Doppelweltmeister küren. Neben dem Titelgewinn kann Verstappen in den verbleibenden sechs Saisonrennen noch den ein oder anderen Rekord brechen. Nur noch zwei Siege fehlen dem Niederländer, um die von Michael Schumacher und Sebastian Vettel aufgestellte Bestmarke von 13 Siegen in einer einzigen Saison einzustellen. Hält die Siegesserie von Verstappen weiter an, ist sogar auch der Rekord für die meisten Formel-1-Siege in Folge noch möglich. Aktueller Rekordhalter ist auch hier Vettel, der 2013 für Red Bull auf dem Weg zu seinem vierten WM-Titel die letzten neun Rennen der Saison für sich entscheiden konnte.

Verstappen: "Ich hätte mir einen Re-Start gewünscht"

Für die Formel 1 war das Rennwochenende im Königlichen Park von Monza ein Lehrbeispiel dafür, dass in der Rennserie noch längst nicht alles optimal läuft. Auf ein Strafenchaos wegen etlicher Motorenstrafen nach dem Qualifying am Samstag folgte tags darauf das erst 13. Rennen in der Geschichte der Königsklasse des Motorsports, das hinter dem Safety-Car zu Ende ging. Die Tausenden Tifosi quittierten nach anfänglichem Jubel, weil sie glaubten, dass Leclerc nach dem Re-Start noch eine Chance auf den Heimsieg haben könnte, das Rennende mit einem gellenden Pfeifkonzert. Eine Alternative wäre beispielsweise, nach dem Ende der Safety-Car-Phase noch einmal ein paar Runden im Renntempo zu absolvieren. "Ich hätte mir natürlich noch einen Re-Start gewünscht", sagte etwa Verstappen.

Die Fans haben gegen die Rennentscheidung gebuht

Auch Red-Bull-Motorsportchef Helmut Marko sprach sich nach Rennende dafür aus, das aktuelle Prozedere zu überdenken. "Die Bergung der Fahrzeuge muss schneller passieren und es bringt nichts, wenn sich die überrundeten Autos wieder zurückrunden dürfen. Dass die Fans gegen die Rennentscheidung gebuht haben, war völlig richtig." Auch Leclerc hätte die Chance gern genutzt, seinen WM-Rivalen noch einmal zu attackieren. "Das Ende war frustrierend, weil wir Rennen fahren wollen."

Sensationell war der Auftritt von Williams-Ersatzpilot Nyck de Vries, der für den erkrankten Alex Albon eingesprungen war. Der 27-jährige Niederländer holte bei seinem Formel-1-Debüt als Neunter Punkte und wurde zum Fahrer des Tages gewählt.

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