Formel 1

Mercedes schreibt Geschichte: Der sechste WM-Titel ist eingefahren

Die Silberpfeile fixierten beim Großen Preis von Japan den sechsten Konstrukteurstitel in Serie. Auch in der Fahrerwertung führt der Weg zum Titel nur über einen der Mercedes-Piloten.

Mercedes setzte sich in Japan zum sechsten Mal in Folge die Krone in der Teamwertung der Formel 1 auf.  SN/ap
Mercedes setzte sich in Japan zum sechsten Mal in Folge die Krone in der Teamwertung der Formel 1 auf.

Mercedes hat seine Dominanz in der Hybridära der Formel 1 ein weiteres Mal eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Die Silberpfeile sicherten sich beim Großen Preis von Japan in Suzuka bereits vier Rennen vor Saisonende den sechsten Konstrukteurstitel in Folge. Auch in der Fahrerwertung liegt mit dem amtierenden Weltmeister Lewis Hamilton ein Mercedes-Pilot nahezu uneinholbar an der Spitze. Nur noch Teamkollege Valtteri Bottas, der sich beim Rennen in Suzuka souverän den Sieg holte, hat noch theoretische Chancen auf den Weltmeistertitel. Mercedes ist damit das erste Team in der Geschichte der Königsklasse des Motorsports, dem es gelingt, in sechs aufeinanderfolgenden Jahren die Fahrer- und Konstrukteurswertung für sich zu entscheiden. "Der Sieg in der Konstrukteurswertung ist niemals der Titel eines Einzigen. Sechs Jahre hintereinander zu gewinnen, darauf kann man stolz sein", freute sich Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff.

Der "Supersonntag", an dem aufgrund des Taifuns "Hagibis" Qualifying und Rennen am gleichen Tag stattfanden, startete für das deutsche Werksteam allerdings nicht nach Wunsch. Die Silberpfeile konnten ihre Topform aus den freien Trainings am Freitag nicht konservieren, Bottas und Hamilton mussten sich mit den Startplätzen drei und vier zufriedengeben. Die Pole Position sicherte sich zum zweiten Mal in dieser Saison Sebastian Vettel im Ferrari. Der deutsche verwies Teamkollegen Charles Leclerc auf Rang zwei, Red Bull Racing gehörte die dritte Startreihe. Der böige Wind bereitete den Fahrern vor allem in der letzten Kurve immer wieder Probleme. Kevin Magnussen und Robert Kubica konnten ihre Boliden nicht mehr kontrollieren und machten Bekanntschaft mit der Streckenmauer.

Waren es in den meisten Fällen in dieser Saison Strategieentscheidungen, die Ferrari um die Früchte ihrer Arbeit brachten, sorgten dieses Mal die beiden Piloten des Traditionsrennstalls aus Maranello für Kopfschütteln. Pole-Setter Vettel legte einen Frühstart hin, bremste ab und kam danach nur langsam aus seiner Startbox. Bottas erwischte einen Traumstart und zog noch vor der ersten Kurve an beiden Ferraris vorbei. Shootingstar Leclerc schoss in der ersten Kurve Max Verstappen im Red Bull ab und beschädigte sich dabei seinen Frontflügel. Der Holländer musste seinen Wagen nach dem Zwischenfall in Runde 15 abstellen. "Ich verstehe nicht, was er da gemacht hat. Es war ganz dumm", schimpfte Verstappen. Auch Red-Bull-Motorsportchef Helmut Marko ließ kein gutes Haar an der Performance beider Ferrari-Piloten: "So ein dummer Fehler kann einem Spitzenpiloten nicht passieren. Vettels Fehlstart war auch ganz klar."

Leclerc kassierte nach Rennende 15 Sekunden Zeitstrafe und wurde nur Siebter, sein Teamkollege kam ohne Strafe davon. Hinter Rennsieger Bottas rettete Vettel Rang zwei hauchdünn vor Hamilton ins Ziel. Die beiden Weltmeister lieferten sich in der Schlussphase einen spannenden Kampf. Hamilton dachte nach dem fixierten Teamtitel vor allem an den im Mai verstorbenen Aufsichtsrat Niki Lauda. "Ich weiß, dass Niki seine Kappe ziehen würde für den Erfolg."

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