Motorsport

Formel 1: Nebel ließ Boliden in der Box schmoren

Tief liegender Nebel führte zu eine Absage der beiden Trainings am Nürburgring. Mick Schumacher muss auf sein Formel-1-Debüt warten.

Die Ampel blieb im ersten Freien Training auf Rot. SN/gepa pictures
Die Ampel blieb im ersten Freien Training auf Rot.

Es hätte der bisher größte Tag in der noch jungen Karriere des Mick Schumacher werden sollen. Der Sohn des siebenfachen Formel-1-Weltmeisters Michael Schumacher hätte am Freitag im Rahmen des Grand Prix der Eifel in Deutschland eigentlich sein Debüt in einer offiziellen Session in der Königsklasse des Motorsports feiern sollen. Mit großer Vorfreude und einer gehörigen Portion Respekt reiste der 21-Jährige unter der Woche an den Nürburgring. Auch die rund 15.000 zugelassenen Zuschauer fieberten der ersten Ausfahrt eines Schumachers in der Formel 1 seit 2012 entgegen. Aus dem geplanten Debüt im ersten Freien Training für Alfa Romeo wurde aber nichts. Die miserablen Wetterverhältnisse verhinderten einen Start des Deutschen.

Neben kalten Temperaturen und Regen machte dem Veranstalter am Freitagvormittag vor allem der Nebel einen Strich durch die Rechnung. Aufgrund des tief liegenden Nebels hätte der Rettungshubschrauber in einem Notfall nicht starten können. Aus Sicherheitsgründen blieb die Boxengasse für die kompletten 90 Minuten der Trainingseinheit geschlossen. "Die Sicherheit der Fahrer steht an oberster Stelle", erklärte Renndirektor Michael Masi.

Für Mick Schumacher bedeutet die Absage, dass der Ferrari-Junior noch länger auf seinen ersten offiziellen Einsatz in der Formel 1 warten muss. Die nächste Chance bietet sich in zwei Wochen im portugiesischen Portimão. Mit Callum Ilot, der einen Haas-Boliden hätte steuern sollen, vermieste das Schlechtwetter einem zweiten Piloten sein Formel-1-Debüt.

Im zweiten Freien Training am Nachmittag hätten dann wieder alle Stammfahrer in ihren Boliden Platz nehmen sollen. Die Bedingungen waren aber unverändert. Somit blieben auch im zweiten Freien Training alle Rennautos in den Garagen. Das Wetter könnte auch im weiteren Verlauf des Wochenendes der große Spielverderber bleiben. Am Samstag beträgt die Regenwahrscheinlichkeit 60, am Rennsonntag (Start 14.10 Uhr/live ORF 1) 40 Prozent. Die Temperaturen sollen im einstelligen Bereich bleiben.

Abseits der Rennstrecke bekräftigte man bei Red Bull Racing, dass man von dem Ausstieg Hondas mit Ende der Saison 2021 nicht wirklich überrascht gewesen sei. "Man konnte es kommen sehen, es ist aus ihrer Sicht zu verstehen. Ich hoffe, ich ende nicht wie Fred Feuerstein, dass ich selbst mitlaufen muss", sagte Max Verstappen mit einem Augenzwinkern.

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