Formel 1

Red Bull zeigt sich trotz Strafen zuversichtlich

Max Verstappen erzielte am Freitagnachmittag die Bestzeit in Russland. Mercedes schiebt den wiedererstarkten Ferraris die Favoritenrolle zu.

Max Verstappen will beim Grand-Prix in Sotschi wieder angreifen. SN/afp
Max Verstappen will beim Grand-Prix in Sotschi wieder angreifen.

Bei Red Bull Racing war man trotz des ersten Podestplatzes nach der Sommerpause durch Max Verstappen beim Grand Prix in Singapur nicht restlos zufrieden. Insgeheim rechnete sich der österreichische Rennstall auf dem kurvenreichen Kurs Chancen auf den Sieg aus, gegen die wiedererstarkten Ferraris waren die Red-Bull-Piloten allerdings chancenlos. "Wir waren nicht gut genug", haderte Verstappen, der in der Fahrerwertung aktuell punktgleich hinter Ferrari-Shootingstar Charles Leclerc den vierten Platz belegt.

Auch für den Großen Preis von Russland in Sotschi morgen, Sonntag (13.10 Uhr/live ORF 1, Sky), stehen die Vorzeichen für Red Bull schlecht. Sowohl Max Verstappen als auch Alexander Albon erhalten einen neuen Verbrennungsmotor und werden daher in der Startaufstellung um jeweils fünf Plätze nach hinten versetzt. "Ich denke nicht, dass es einen großen Unterschied für uns macht. Es sind nur fünf Positionen und das Überholen ist hier kein großes Problem. In der vergangenen Saison sind wir hier von der letzten Startreihe ins Rennen gegangen", sieht Verstappen die Strafe gelassen. Auch am Toro Rosso von Pierre Gasly wurde ein neuer Verbrennungsmotor eingebaut. Bei Teamkollegen und Lokalmatador Daniil Kwjat wurden alle Teile bis auf die Batterie ausgetauscht. Der Russe muss daher sein Heimrennen am Sonntag vom letzten Startplatz aus in Angriff nehmen.

In den freien Trainings am Freitag zeigten die Bullen, dass sie trotz der Strafen ein heißer Kandidat auf einen Podestplatz sind. Verstappen, der in der laufenden Saison bereits sechs Mal auf das Podium fuhr, erzielte im zweiten Training die Tagesbestzeit. Hinter ihm klassierten sich Ferrari-Pilot Leclerc und Valtteri Bottas im Mercedes auf den Positionen zwei und drei. Alex Albon im zweiten Red Bull kam nicht über Rang zehn hinaus. Der thailändische Rookie beschädigte zu Beginn der Session den Unterboden an seinem Boliden und verlor dadurch wichtige Trainingszeit auf der Strecke.

Trotz Verstappens Bestzeit vom Freitag heißen die Favoriten auf die Pole Position beim heutigen Qualifying (14 Uhr/live ORF 1, Sky) Mercedes und Ferrari. Die Silberpfeile konnten bisher alle fünf Rennen in Sotschi gewinnen, Ferrari schwimmt nach der Sommerpause auf einer Erfolgswelle. Zum ersten Mal seit 2008 konnte der Traditionsrennstall aus Maranello drei Rennen en suite für sich entscheiden. Für die Mercedes-Piloten ist die Favoritenrolle klar verteilt. "Ihr Auto funktioniert jetzt sehr gut, und es wird in den nächsten Rennen sehr schwer, sie zu schlagen", meint Hamilton. Auch Teamkollege Bottas sieht Ferrari vorn. "Es gibt sehr lange Geraden, weshalb wir erwarten, dass Ferrari erneut schnell sein wird."

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