Motorsport

Formel 1: Stefano Domenicali soll neuer Chef der Königsklasse werden

Der Italiener tritt ab 2021 die Nachfolge von Chase Carey in der Rennserie an. Weltmeister Lewis Hamilton jagt beim Grand Prix von Russland am Wochenende eine weitere Bestmarke von Rekordweltmeister Michael Schumacher.

Stefano Domenicali folgt Chase Carey als Geschäftsführer der Formel 1 nach. SN/AFP
Stefano Domenicali folgt Chase Carey als Geschäftsführer der Formel 1 nach.

Die Formel 1 bekommt einen neuen Chef. Laut übereinstimmenden Medienberichten übernimmt Stefano Domenicali ab der kommenden Saison die leitenden Geschicke in der Königsklasse des Motorsports. Der Italiener tritt dabei in die Fußstapfen von Chase Carey. Der US-Amerikaner agierte nach der Übernahme der Rennserie durch den US-Konzern Liberty Media seit 2017 als Geschäftsführer. Carey soll der Formel 1 aber weiterhin erhalten bleiben und repräsentative Aufgaben wahrnehmen.

Nachfolger Domenicali verfügt über jahrelange Erfahrung im Formel-1-Zirkus. Der Italiener war von Ende 2007 bis 2014 Teamchef beim Traditionsrennstall Ferrari. Nach seinem unfreiwilligen Abgang bei der Scuderia ist der 55-Jährige seit 2016 Geschäftsführer von Lamborghini. In der Machtzentrale des Motorsports trifft Domenicali auf alte Bekannte. Das Triumvirat rund um den Italiener sowie FIA-Präsident Jean Todt und Formel-1-Sportdirektor Ross Brawn arbeitete in der Vergangenheit bereits erfolgreich bei Ferrari zusammen.

Chase Carey übernahm 2017 die Geschicke in der Formel 1. SN/gepapictures
Chase Carey übernahm 2017 die Geschicke in der Formel 1.

Während die Nachfolge an der Spitze der Formel 1 geklärt ist, bleibt die Zukunft von Mercedes-Teamchef Toto Wolff weiter offen. Der Österreicher, dessen Vertrag beim Branchenprimus mit Saisonende ausläuft, wurde in den vergangenen Monaten immer wieder als Nachfolger Careys ins Spiel gebracht. Bei Mercedes ist man gewillt, das Erfolgsteam rund um Wolff und Lewis Hamilton beisammenzuhalten. Auch der Vertrag des sechsmaligen Weltmeisters läuft Ende 2020 aus. "Ich bin niemand, der immer weiter das Gleiche will. Man muss sicherstellen, dass sich unsere Werte im Gleichklang befinden. Sobald die kleinen Details erst einmal aussortiert sind, kommen die großen Fragen", sagte Hamilton.

Auf der Rennstrecke geht es an diesem Wochenende in Sotschi um WM-Punkte. Der Grand Prix von Russland ist das erste Rennen des Jahres, das trotz der Coronakrise zum ursprünglich geplanten Veranstaltungsdatum stattfinden kann. WM-Leader Lewis Hamilton könnte mit seinem 91. Sieg in der Formel 1 am Sonntag die Bestmarke von Michael Schumacher einstellen. In den vergangenen beiden Jahren konnte der Brite das Rennen am Ort der Olympischen Spiele von 2014 jeweils für sich entscheiden.

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