Formel 1

Über Renault ziehen dunkle Wolken auf

Beide Boliden wurden nachträglich vom Formel-1-Rennen in Suzuka ausgeschlossen.

Renault hinkt den eigenen Ansprüchen hinterher. SN/gepa pictures
Renault hinkt den eigenen Ansprüchen hinterher.

Mit ehrgeizigen Ambitionen kehrte das Renault-F1-Team 2016 in die Formel 1 zurück. Als langfristiges Ziel gab der französische Automobilhersteller damals aus, um die beiden WM-Titel mitfahren zu wollen und diese im besten Fall - wie in den Jahren 2005 und 2006 mit Fernando Alonso am Steuer - zu gewinnen. Nachdem sich der Rennstall unter Teamchef Cyril Abiteboul in den ersten drei Jahren nach dem Wiedereinstieg in die Königsklasse des Motorsports stetig verbesserte und die vergangene Saison als bestes Mittelfeldteam auf dem vierten Platz abschloss, sollte in der laufenden Saison die Lücke zu den drei Topteams Mercedes, Ferrari und Red Bull weiter geschlossen werden. Um dieses Vorhaben voranzutreiben, sicherten sich die Franzosen mit Daniel Ricciardo, der bei Renault kolportiert 15 Millionen Euro pro Jahr verdient, einen absoluten Topfahrer.

Doch nicht nur dem sympathischen Australier ist seit seinem Wechsel das Lachen vergangen. Renault hinkt den eigenen Ansprüchen meilenweit hinterher und belegt hinter dem eigenen Kundenteam McLaren nur den fünften Rang in der Teamwertung. "Es ist ein hartes Jahr und mit Abstand die schwierigste Saison, die ich persönlich erlebt habe", erklärt Teamchef Abiteboul, der im Vorfeld des Rennens in Mexiko eine Hiobsbotschaft zu verkraften hatte: Beide Renault-Boliden wurden nachträglich vom Rennen in Suzuka ausgeschlossen, das Team verliert dadurch neun WM-Punkte. Anlass für die Disqualifikation war die Nutzung einer illegalen Fahrhilfe, die die Bremsbalance automatisch nach einer voreingestellten Rundenzahl anpassen soll.

Weiterhin nach Wunsch läuft es derweil bei Branchenprimus Mercedes und Lewis Hamilton. Der Brite kann sich beim Rennen in Mexiko am Sonntag (20.10 Uhr) zum insgesamt sechsten Mal den Weltmeistertitel holen. Hamilton hat aber nur dann eine Chance auf die vorzeitige Titelverteidigung, wenn er auf das Podium fährt und Teamkollege Valtteri Bottas gleichzeitig nicht unter die Top 3 kommt. Das Qualifying findet am Samstag um 20 Uhr statt.

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