Motorsport

Le Mans: Philipp Eng mag Vollgas bei Nacht

Nach drei Podiumsplätzen und einer Pole Position in der DTM-Rennserie warten auf den Salzburger Philipp Eng die 24 Stunden von Le Mans, wo auch Landsmann Dominik Kraihamer an den Start geht.

 SN/www.picturedesk.com

Le Mans, das ewig junge Rennsportspektakel, bewegt dieses Wochenende wieder Millionen Fans. Sechzig Autos werden am Start sein und zwei Salzburger Piloten mischen mit. Der 28-jährige Philipp Eng, Saisonaufsteiger in der DTM-Serie, geht als Werksfahrer im neu aufgestellten BMW-Team mit einigen Erwartungen in der Klasse GTE-Pro in die 24 Stunden.

Der gleichaltrige Dominik Kraihaimer gehört in der großen Klasse LMP1 zum Privatteam ByKolles. Seine Fahrerkollegen sind Oliver Webb (Großbritannien) und der Franzose Tom Dillmann.

Erfahrungen beim Traditionsrennen mit dem obligaten Start Samstag 16 Uhr haben beide Salzburger. Eng war 2016 als Gastfahrer mit einem Porsche dabei, kam aber nicht ins Ziel. BMW ist erstmals seit 2011 wieder in Le Mans und nannte zwei Teams. Am Steuer des einen der beiden M8 GTE wechselt sich Eng mit dem Deutschen Martin Tomczyk und dem Niederländer Nick Catsburg ab. "Ich war bei der Entwicklung des Autos von Anfang an dabei. Es schaut sehr groß aus, ist aber agil, wendig und schnell. Wir haben viele Tests abgespult und sind gerüstet. Wie die Verteilung der Einsätze sein wird, besprechen wir am Freitag", sagte Eng. Am Mittwoch gab es bereits das erste von drei Qualifyings, es war bei Redaktionsschluss noch im Gang. Insgesamt gibt es in Le Mans drei Qualifyings und die schnellste Zeit aus allen Wertungen zählt für die Startaufstellung.

Wie empfindet Eng das Fahren in Le Mans bei Dunkelheit? "Ich mag es und besonders liebe ich den Übergang, wenn es vom Tag in die Nacht geht. Da hat man den Rhythmus schon gefunden, kennt die Bremspunkte und die Einlenkpunkte. Für das Fahren ist keine große Umstellung nötig. Außerdem hat unser Auto hervorragende Scheinwerfer."

Die Ernährung für so eine Langstreckenprüfung ist eine eigene Wissenschaft. Eng: "Wir beginnen mit der Vorbereitung schon eine Woche vor dem Rennen. Man muss genau aufpassen, damit der Körper genug Nährstoffe bekommt. Viel Kohlenhydrate, etwa Nudeln, sind nicht gut. Es esse hauptsächlich Hendlfleisch und Gemüse. Das ist zwar eintönig, aber gibt dem Körper, was er braucht. Auch beim Trinken stimme ich alles ab einer Woche vor dem Start ab. Wasser und leichte Elektrolyte in exakt berechneter Menge. Im Auto nehme ich in einer Stunde einen Liter Flüssigkeit zu mir."

Beim offiziellen Testtag Anfang Juni in Le Mans war Eng wegen des DTM-Gastspiels auf dem Hungaroring nicht dabei. Dominik Kraihamer tat sich bei der Suche nach schnellen Rundenzeiten mit dem von einem Nissan-Motor befeuerten ByKolles-Boliden leichter als vor einem Jahr. Via WEC-Magazin schilderte Kraihamer: "Besonders die Aerodynamik hat sich spürbar verbessert. Wir sind aber definitiv noch nicht am Ende angelangt."

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