Motorsport

Matthias Walkner vor der Dakar: "Es wird extrem hart"

Zum ersten Mal nimmt Matthias Walkner die Rallye Dakar mit der Nummer eins in Angriff und ist mit einem völlig neuen Streckenverlauf konfrontiert.

Auf Matthias Walkner wartet heuer viel Sand auf der Dakar.  SN/sebas romero
Auf Matthias Walkner wartet heuer viel Sand auf der Dakar.

Auch der Titelverteidiger in der Motorradklasse muss dazulernen. Auf Matthias Walkner, der am 6. Jänner die 41. Auflage der Rallye Dakar in Lima mit der Startnummer eins in Angriff nimmt, wartet eine Fülle bisher auf dieser Prüfung nicht gekannter Aufgaben. "Es wird eine extrem harte, verrückte Dakar", sagt Walkner.

Alle zehn Etappen über gesamt rund 5000 Kilometer werden in Peru gefahren und das größtenteils auf Sand. Bolivien mit den Höhenlagen ist nicht mehr dabei. Die Rallye geht am 17. Jänner wiederum in Lima zu Ende.

Walkner sagt zur neuen Lage: "Ich lebe in Österreich, da kann ich wenig auf Sand trainieren. Es macht mir schon Spaß, auf Sand zu fahren, aber mir würde mehr Abwechslung entgegenkommen. Zudem muss die Risikobereitschaft auf Sand sehr groß sein, wenn man vorn dabei sein will. Bei Tests haben wir erlebt, dass Leute durch das ständige Auf und Ab sozusagen dünenkrank geworden sind, auch weil es kaum klare Sicht gibt." Walkners KTM 450 Rallye muss dem Sand angepasst werden. Das bedeutet härter abstimmen und den Schwerpunkt etwas nach hinten verlagern, damit das Vorderrad leicht bleibt.

In den vergangenen Jahren wurde Walkner bei der Dakar mehrmals von gesundheitlichen Problemen geplagt. Deshalb ernährt er sich nun bewusst, nahm einige Kilogramm ab, vergaß aber dabei nicht auf die nötigen Reserven für die kräftezehrenden Etappen. Walkner: "Ich fühle mich wirklich richtig gut."

Als Titelverteidiger eine Rallye in Angriff zu nehmen bedeutet auch, die richtige mentale Einstellung zu finden. "Ich bin extrem motiviert, mache mir aber absolut keinen Druck", sagt Walkner. "Ich habe meine Dakar-Trophäe daheim stehen und die kann mir keiner mehr nehmen."

Dem Kuchler gelang es mit seinem Sieg im Vorjahr, dass KTM auch bei der 17. Dakar in Folge erfolgreich blieb. Natürlich will er seinen Beitrag leisten, um die Serie zu verlängern. "Um ganz vorn mitzumischen, musst du hundert Prozent geben, aber es muss ganz einfach alles zusammenpassen." Auch Walkner hat schon die Erfahrung gemacht, dass man sich bei der Dakar unterwegs verirren kann. Für ihn sind sechs bis sieben Fahrer fähig für den Sieg.

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