Motorsport

MotoGP: Ducati jubelt in Jerez über historischen Triumph, Drama um Quartararo

Der australische Motorradfahrer Jack Miller hat seinen zweiten MotoGP-Sieg gefeiert. Der 26-Jährige gewann am Sonntag in Jerez de la Frontera vor seinem Ducati-Markenkollegen Francesco Bagnaia.

Alles war angerichtet für eine weitere Yamaha-Show in Person von Fabio Quartararo in Jerez. Im Vorjahr konnte der Franzose beide Rennen auf der spanischen Strecke für sich entscheiden und auch in diesem Jahr schien "El Diablo" unverwundbar zu sein. Von der Pole aus gestartet, eroberte Quartararo nach einem schwachen Start die Führung schnell zurück und kontrollierte das Rennen nach Belieben. Nur Ducati-Pilot Jack Miller konnte das Tempo des Franzosen halbwegs mitgehen.

Ungefähr zur Hälfte des Rennens änderten sich jedoch die Kräfteverhältnisse auf dem Kurs schlagartig. Quartararo hatte mit körperlichen Beschwerden zu kämpfen. Der 22-Jährige verlor in weiterer Folge nicht nur viele Positionen (13. Endplatzierung), sondern auch die WM-Führung.

Wie nah Freud und Leid beieinander liegen können, zeigte sich beim Blick in die Ducati-Box. Bei den Italienern herrschte nach dem Doppelsieg durch Jack Miller und Francesco Bagnaia Jubelstimmung. Es war nicht nur der erste Saisonsieg für das italienische Team, sondern der erste Triumph in Jerez seit dem Sieg von Loris Capirossi 2006.

Für Miller war es der erste Sieg seit fünf Jahren, sein zweiter in der Königsklasse. "Ich habe einfach versucht das zu tun, was ich konnte. Die letzten Runden waren die längsten meiner Karriere", sagte ein sichtlich bewegter Miller. "Wie ich mich jetzt fühle, kann ich gar nicht beschreiben. Es ist einfach eine Flut an Gefühlen."

Die Führung in der WM übernimmt Millers zweitplatzierter Teamkollege Bagnaia, das Podest komplettierte Franco Morbidelli auf einer zwei Jahre alten Yamaha.

Ohne Punkte blieb wieder einmal Altmeister Valentino Rossi. Der Italiener ließ im Rahmen des Rennwochenendes aber aufhorchen. Der 42-Jährige geht ab kommender Saison mit einem eigenen Team in der Königsklasse an den Start. Die Wahl des Herstellers soll in den kommenden zwei Wochen fixiert werden, auch ob Rossi selbst einer der Piloten seines Teams sein wird, steht noch nicht fest.

Marc Márquez stürzte im Verlauf des Wochenendes zwei Mal, beendete das Rennen aber trotzdem auf dem starken neunten Rang. Keine Top-Ten-Platzierung in Jerez gab es für KTM. Miguel Oliveira, Danilo Petrucci und Iker Lecuona sammelten aber Punkte.

In der Moto3 ist das 16-jährige Supertalent Pedro Acosta weiterhin das Maß aller Dinge. Der KTM-Pilot sicherte sich beim Rennen im spanischen Jerez den dritten Sieg in Serie. Keine Punkte gab es für Maximilian Kofler aus Österreich.

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