Motorsport

MotoGP: Unfallstelle in Spielberg wird entschärft - KTM mit Tagesbestzeit im Training

Vor dem zweiten MotoGP-Rennen in Spielberg am Sonntag wurden zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen getroffen, um einen Zwischenfall wie in der Vorwoche zu verhindern.

KTM-Pilot Pol Espargaró erzielte die Trainingsbestzeit am Freitag. SN/gepa pictures
KTM-Pilot Pol Espargaró erzielte die Trainingsbestzeit am Freitag.

Es war der Aufreger beim MotoGP-Rennen am Red-Bull-Ring in Spielberg am vergangenen Sonntag. Zu Beginn der neunten Runde kollidierten die beiden Piloten Johann Zarco und Franco Morbidelli beim Anbremsen vor der dritten Kurve. Die beiden Motorräder der Verunfallten überquerten wie zwei Geschosse die Rennstrecke und verfehlten die beiden Yamaha-Piloten Valentino Rossi und Maverick Viñales um nur wenige Zentimeter. Die MotoGP schrammte im wahrsten Sinne des Wortes haarscharf an einer Tragödie vorbei. "Auch wenn der Motorradsport immer eine Gratwanderung ist. So etwas wollen wir nie wieder sehen", sagte etwa Österreichs Motorradlegende August Auinger. Zarco, der nach dem Unfall am Kahnbein operiert werden musste, erhielt für das Auslösen des Unfalls eine harte Strafe. Der Franzose muss beim Grand Prix der Steiermark aus der Boxengasse starten. Aufgrund seiner Verletzung ist allerdings unklar, ob Zarco bereits am Sonntag an den Start gehen kann.

Im Vorfeld des zweiten Rennens in Spielberg am Sonntag (14 Uhr/live Servus TV) wurde die kritische Streckenpassage nun entschärft. Das Layout der Strecke konnte wegen Zeitmangels im Vergleich zur Vorwoche nicht verändert werden, jedoch wurden die Auslaufzonen im Bereich der dritten Kurve umgestaltet. So wurde die Leitplanke an dieser Stelle verlängert, um das Zurückkehren einer herrenlosen Maschine auf die Rennstrecke zu verhindern. "Was möglich war, wurde gemacht", erklärte Rennleiter Andreas Meklau. Bei den Piloten wurden die vorgenommenen Änderungen wohlwollend zur Kenntnis genommen. "Es ist gut, dass es an dieser Stelle nun Verbesserungen gibt. Wir hatten wirklich enormes Glück", sagte Rossi. Die MotoGP-Legende ergänzte: "Eigentlich müsste man das Streckenlayout ändern, aber das ist immer schwierig und mit hohen Kosten verbunden. Motorsport ist gefährlich. Wir müssen immer mit Hirn fahren."

Bei den freien Trainings am Freitag zeigte vor allem KTM, dass man nach Platz vier im ersten Rennen in Spielberg gewillt ist, beim zweiten Heimauftritt zumindest auf das Podium zu fahren. KTM-Pilot Pol Espargaró markierte vor den beiden Ducati-Fahrern Jack Miller und Andrea Dovizioso die Tagesbestzeit. Dahinter klassierte sich Miguel Oliveira als zweitbester KTM-Fahrer auf Rang vier. Brünn-Sieger Brad Binder komplettierte die Top Ten. Rossi und WM-Leader Fabio Quartararo haben hingegen noch nicht die richtige Abstimmung für das zweite Rennen in Spielberg gefunden. Die beiden belegten die Ränge 13 und 14.

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