Rallye

Neubauers Rückkehr zur alten Form

Nach einem verpatzten Jahr in der Rallye-Europameisterschaft zeigte sich Hermann Neubauer bei der Rebenland Rallye wieder bestechend.

Seit dem Gewinn des Staatsmeistertitels im Jahr 2016 ist Rallye-Pilot Hermann Neubauer sprichwörtlich das Pech an den Reifen geklebt. Nachdem er die Titelverteidigung im Folgejahr knapp verpasst hatte, wechselte er in die Rallye-EM, wo er ohne großes Budget nur hinterherfuhr oder frühzeitig ausfiel. Beim Auftakt der aktuellen Staatsmeisterschaft Anfang Jänner im Mühlviertel setzte sich seine Pechsträhne fort. Schon nach der ersten Sonderprüfung wurde er auf einer Verbindungsetappe von einem Privat-Pkw abgeschossen.

"Nach den ganzen Schwierigkeiten im letzten Jahr und der Geschichte bei der Jänner-Rallye habe ich wirklich ein wenig an mir gezweifelt", gesteht Neubauer. "Aber ich hab mir dann gesagt, dass es ja nicht ewig so weitergehen kann, irgendwann kehrt das nötige Quäntchen Glück zurück." Und tatsächlich gelang dem Lungauer vor zwei Wochen bei der INA-Rallye endlich wieder ein Rennsieg. "Das war eine super Vorbereitung, dadurch bin ich schon mit mehr Selbstvertrauen hierher gekommen", erklärte Neubauer im Rahmen der Rebenland Rallye, bei der er nun auch in seiner Heimat endlich wieder in die Siegspur zurückgekehrt ist.

Zwar startete er auf der zweiten Station der Staatsmeisterschaft erst einmal abwartend. Doch steigerte er bald sein Tempo und setzte sich letztlich verdient mit 25,3 Sekunden Vorsprung auf Julian Wagner durch.

Der zweitplatzierte Oberösterreicher hatte auf der vierten Sonderprüfung hauchdünn einen katastrophalen Unfall vermieden. Wagner musste bei 140 km/h einem Fan ausweichen, kam von der Strecke ab und verfehlte nur knapp zwei Fotografen.

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