Motorsport

Richard Lietz gewinnt WEC-Lauf in Sebring

Der Erfolg im 1000-Meilen-Rennen eröffnet ihm und Teamkollegen Gianmaria Bruni noch WM-Titelchancen, und ihr Porsche-Team rückt dem Gewinn der Konstrukteursmeisterschaft der GT-Wertung näher. Im Zwölfstundenrennen der IMSA-Meisterschaft sorgt Grasser Racing wieder für einen österreichischen Sieg.

Mit dem ersten Saisonsieg im sechsten Lauf der FIA-Langstrecken-WM (WEC) am Freitag (Ortszeit) in Sebring/Florida wahrten der Niederösterreicher Richard Lietz und sein italienischer Partner Gianmaria Bruni im Werks-Porsche 911 RSR die Chancen auf den WM-Titel der GT-Fahrer. Lietz/Bruni liegen vor den letzten beiden Rennen in Spa-Francorchamps (4. Mai) und Le Mans (15./16. Juni) nur noch 25 Zähler hinter den diesmal fünftplatzierten Teamkollegen Kevin Estre/Michael Christensen. Der Franzose (Bregenz) und der Däne (Wien) sind übrigens Wahl-Österreicher.

"Am Ende hat der Regen den Segen gebracht. Gimmi hat das Auto bei nasser Strecke sicher auf der Bahn gehalten, das Team beim letzten Reifenwechsel unglaublich schnell gearbeitet. Das hat das Rennen entschieden. Für uns ist alles perfekt verlaufen. Ich freue mich sehr über unseren ersten Sieg in der laufenden Saison", erklärte der Ybbsitzer Lietz.

Den Gesamtsieg in Florida holte das Toyota-Werkteam Alonso/Buemi/Nakajima, das seine WM-Führung ausbauen konnte. Lietz/Bruni wurden Gesamtzehnte. Der in Niederalm lebende Däne Nicki Thiim belegte im Aston Martin Vantage Platz zehn der GTE-Pro-Wertung (gesamt-19.). Thomas Preining (Porsche) und Mathias Lauda (Aston Martin) wurden in der GTE-Am-Klasse Vierter bzw. Achter.

12 Stunden Sebring: Grasser/Bortolotti Klassensieger, Eng Vierter

Das spektakuläre Rennwochenende auf der sechs Kilometer langen Strecke in Zentralflorida wurde Samstag (Ortszeit) mit dem 67. 12-Stunden-Rennen zur US-Sportwagenmeisterschaft (IMSA) abgeschlossen. Der Gesamtsieg ging an den Cadillac-Prototypen mit Ex-Sauber-Pilot Felipe Nasr, Pipo Derani (beide BRA) und Eric Curran (USA), die den zuvor in den 24 Stunden von Daytona siegreichen Cadillac mit Jordan Taylor (USA), Renger van der Zande (NED) und Mathieu Vaxivière (FRA) um eine Sekunde nach 348 Runden distanzierten. Der Tiroler René Binder kam im Juncos-Cadillac mit Will Owen (USA) und Agustin Canapino (ARG) nicht ins Ziel (als 33. gewertet).

Dafür feierte das Knittelfelder Team von Gottfried Grasser das "Double" und gewann nach den 24 Stunden von Daytona im Jänner nun auch Sebring in der GTD-Klasse. Wie in Daytona saßen der Wiener Mirko Bortolotti, der Schweizer Rolf Ineichen und der Niederländer Rik Breukers am Steuer des Lamborghini Huracán.

Der Salzburger Philipp Eng verstärkte in dem Klassiker die amerikanische BMW-Mannschaft von Rahal-Letterman-Lanigan und wurde im M8 GTE in der GTLM-Klasse mit John Edwards (USA) und Jesse Krohn (FIN) Vierter, nur 7,8 Sekunden hinter dem siegreichen Porsche von Tandy/Pilet/Mackowiecki (GBR/FRA/FRA). Eng hatte zuvor in Daytona einen Überraschungssieg gefeiert.

Aufgerufen am 22.10.2019 um 01:11 auf https://www.sn.at/sport/motorsport/richard-lietz-gewinnt-wec-lauf-in-sebring-67341013

Schlagzeilen