Motorsport

Sensation in der MotoGP: Dani Pedrosa feiert in Spielberg sein Comeback und startet für KTM

Der 35-jährige Spanier wird beim ersten von zwei Rennwochenenden auf dem Red Bull Ring eine RC16 steuern. Möglich macht dies eine Wildcard. Ein weiterer Rennstart in dieser Saison ist nicht ausgeschlossen.

Der dreimalige Vizemeister in der MotoGP beendete 2018 seine aktive Karriere in der Königsklasse. Seit 2019 ist der 54-fache Rennsieger als Testfahrer für KTM aktiv. Mit seiner Entwicklungsarbeit hat Pedrosa maßgeblichen Anteil am kometenhaften Aufstieg der Oberösterreicher in der Königsklasse des Motorradsports.

"Es ist eine große Sache, wenn Dani einmal mit unserem Motorrad einen Grand Prix fährt. Wir waren selbst überrascht, dass er eine Wildcard fahren möchte. Es ist super, dass er nach so langer Zeit das Abenteuer auf sich nimmt", sagte KTM-Teammanager Mike Leitner, für den es ein Vorteil ist, dass Pedrosa wieder einmal unter Rennbedingungen fährt: "Das wird uns in der Weiterentwicklung helfen. Dani und Mika Kallio machen da einen super Job."

KTM-Teammanager Mike Leitner: "Dani Pedrosa ist ein spezieller Fahrer"

Welche Platzierung der dreimalige Weltmeister in Spielberg einfährt, ist für KTM nicht entscheidend: "Das Rennergebnis wird Nebensache sein. Wir lassen die Entwicklungsgedanken für das kommende Jahr miteinfließen. Das ist schon eine sehr große Hilfe."

Unterschätzen sollte man den Spanier trotz knapp dreijähriger Rennpause laut Leitner aber nicht, denn "Dani ist ein spezieller Fahrer und im Rennen kann er immer etwas herauszaubern. Schauen wir mal, wo er am Ende im Ziel ankommt."

Weiterer Saisoneinsatz von Pedrosa nicht ausgeschlossen

Dass der Gastauftritt mit einer Wildcard beim ersten Rennen in Spielberg am 8. August ein Einzelfall bleibt, möchte Leitner nicht kategorisch ausschließen: "Generell ist jetzt einmal Spielberg geplant, aber wir haben noch eine zweite Nennung in diesem Jahr." Ob es im weiteren Saisonverlauf noch zu einem weiteren Rennen von Pedrosa oder einem anderen Piloten dank einer KTM-Wildcard kommt, hängt auch vom Ergebnis in Spielberg ab. "Wir werden nach dem Event sehen, wie viel uns das gebracht hat und ob sich Dani wohlgefühlt hat", erklärt Leitner, der fortführt: "Wenn man an einem Rennen teilnimmt, ist das auch immer mit einem Risiko verbunden. Wir finden es stark, dass er sich für unser Projekt auf dieses Abenteuer einlässt."

Pedrosa freut sich auf Testmöglichkeit unter Rennbedingungen

Bei Pedrosa selbst ist die Vorfreude auf das Comeback beim Heimrennen für KTM bereits besonders groß. "Es ist sehr interessant, Teil dieses Projekts zu sein. Mein Fokus im Rennen liegt darauf, neue Teile am Bike in einer Rennsituation zu testen. Die Wildcard dient dazu, die heutige MotoGP und die neuen Technologien, wie man Rennen fährt und welche Strategien man gegen die anderen einsetzt, besser zu verstehen." Wie sich Pedrosa im Rennmodus schlagen wird, weiß der 1,58 Meter kleine Spanier selbst nicht: "Vielleicht bin ich gleich wieder im Rennmodus, vielleicht aber auch nicht. Wir werden versuchen, das Wochenende so gut wie möglich zu genießen."

Fünf KTM-Bikes in Spielberg am Start

Beim ersten Spielberg-Rennen am 8. August stehen damit insgesamt fünf KTM-Piloten am Start. Neben Pedrosa, der dank einer Wildcard sein Comeback feiert, kämpfen Brad Binder, Miguel Oliveira, Danilo Petrucci und Iker Lecuona für den österreichischen Hersteller um WM-Punkte. Im Vorjahr konnte der Portugiese Oliveira das Rennen auf dem Red Bull Ring für das Tech3-KTM-Team gewinnen.

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