Formel 1 in den USA: Nur ein erster Vorgeschmack

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Standpunkt Michael Switil

Volle Zuschauertribünen, ein prall gefülltes Rahmenprogramm und ein Massenauflauf an Prominenten und finanzkräftigen Sponsoren: Die Premiere der Formel 1 in Miami war für die Verantwortlichen ein voller Erfolg. Eine Gondelbahn über einem Teil der Strecke sowie ein künstlicher Yachthafen haben zudem bewiesen, dass die Amerikaner wissen, wie man aus einem an und für sich "stinknormalen" Formel-1-Rennen eine riesige Show macht. Man konnte fast den Eindruck gewinnen, als hätten bei dem ganzen Trubel rundherum zwischenzeitlich selbst die Fahrer vergessen, dass auch noch ein Rennen stattfindet.

Das Wesentliche mag wegen der zunehmenden Amerikanisierung der Rennserie zwar etwas in den Hintergrund geraten, aber der Fanansturm und die Einschaltquoten geben Haupteigentümer Liberty Media recht. Geht es nach dem US-amerikanischen Unternehmen, soll das Event in Miami aber nur der Anfang gewesen sein. Die Veranstalter in Las Vegas werden bei der Premiere im kommenden Jahr das Spektakel in Miami noch einmal toppen wollen. Für alle anderen Austragungsorte werden die Rennwochenenden in den Vereinigten Staaten zur neuen Messlatte. Denn gefahren wird in Zukunft dort, wo die Königsklasse am besten vermarktet werden kann. Selbst Dauerbrenner werden ihren Platz im Kalender nicht mehr automatisch sicher haben. Denn Tradition ist kein Qualitätsmerkmal und die Formel 1 will weiterwachsen.

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