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Olympia 2020

Djokovic brauste ins Halbfinale - Nishikori chancenlos

Novak Djokovic hat seinen aktuellen Siegeszug im Tennisbewerb der Olympischen Spiele in Tokio fortgesetzt und ist weiter auf Kurs "Golden Slam". Der 34-jährige Serbe ließ am Donnerstag dem früheren Weltranglisten-4. Kei Nishikori in 70 Minuten nicht den Funken einer Chance und siegte 6:2,6:0. Damit ist nach Naomi Osaka auch die zweite japanische Hoffnung im Einzel ausgeschieden. Djokovic trifft nun entweder auf den Deutschen Alexander Zverev oder den Franzosen Jeremy Chardy.

Djokovic kühlte sich bei schwülen Bedingungen SN/APA/AFP/GIUSEPPE CACACE
Djokovic kühlte sich bei schwülen Bedingungen

Dafür kam für die Nummer zwei des Turniers im Viertelfinale das Aus: Daniil Medwedew, der sich am Vortag über die schwülen Bedingungen und die frühen Ansetzungen der Matches beklagt hatte, nutzte die tatsächlich erfolgte spätere Austragung nichts. Der Weltranglisten-Zweite aus Russland musste sich dem als Nummer 6 gesetzten Spanier Pablo Carreno Busta nach 102 Minuten mit 2:6,6:7(5) beugen.

Eigentlich eine Überraschung, aber die Atemprobleme Medwedews am Vortag haben gezeigt, dass er mit den Bedingungen nicht gut zurechtkommt. Carreno Busta trifft nun auf Medwedews Landsmann Karen Chatschanow. Letzterer besiegte Tsitsipas-Bezwinger Ugo Humbert (FRA-14) nach Kampf mit 7:6(4),4:6,6:3.

Unabhängig von der Konkurrenz ist aber Djokovic weiter der Mann der Stunde. Nur noch zwei Siege fehlen ihm zu Gold, bisher hat er in Tokio keinen Satz abgegeben. Djokovic hat dieses Jahr bereits die Australian und die French Open sowie Wimbledon gewonnen. Holt er Olympia-Gold in Tokio und dann auch noch das vierte Grand-Slam-Turnier in New York, dann hat er den "Golden Slam". Das Kunststück, alle vier Majors innerhalb des gleichen Kalenderjahres zu gewinnen und es noch mit Gold zu krönen, ist zuvor nur der Deutschen Steffi Graf (1988) gelungen.

Wie schwer sich die Tennis-Stars, die ja rund um die Welt reisen und viele Klimawechsel gewohnt sind, tun, zeigt auch, dass man auf dem Center Court auch jeweils einen Schlauch mit frischer Kaltluft zu den Spielerbänken gelegt hat. In den Pausen sah man Djokovic immer wieder, sich damit zu kühlen oder einzuatmen.

Bei den Damen steht die Schweizerin Belinda Bencic nach einem weiteren Marathon-Match im Kampf um Gold, also im Finale. In Abwesenheit von Weltstar Roger Federer haben die Eidgenossen damit trotzdem eine Olympia-Medaille im Tennis sicher. Bencic fixierte nach 2:44 Stunden mit einem 7:6(2),4:6,6:3 über die Kasachin Jelena Rybakina ihren Platz im Endspiel. In diesem trifft die Weltranglisten-Zwölfte auf die Tschechin Marketa Vondrousova. Die frühere French-Open-Finalistin besiegte die an Position vier gesetzte Ukrainerin Jelina Switolina überraschend glatt 6:3,6:1.

Im Damen-Einzel hat es - wie oft bei den vergangenen Grand-Slam-Turnieren - zahlreiche Überraschungen gegeben. Die Topfavoritinnen Ashleigh Barty aus Australien und Osaka scheiterten unerwartet schnell. Die Olympiasiegerin von 2016, Monica Puig aus Puerto Rico, verzichtete auf ein Antreten.

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