Tokio 2020 Zum Olympia-Schwerpunkt ...
Sport

Olympia auf der Suche nach der verlorenen Jugend

Neue Sportarten wie Skateboarding und Klettern sollen den Spielen ein frischeres Image verleihen.

Mit Sportarten wie Skateboarding will Olympia wieder jünger und trendiger werden.  SN/AP
Mit Sportarten wie Skateboarding will Olympia wieder jünger und trendiger werden.

Olympia ist in die Jahre gekommen. 125 Jahre nach seiner Premiere erreicht das größte Sportevent der Welt die jüngere Zielgruppe nur noch schwer. Die begeistert sich entweder für coole Trendsportarten oder trainiert bei "e-Sport" bestenfalls die Fingermuskeln.

Die Konkurrenz durch Veranstaltungen wie X-Games, wo sich Snowboard-Freestyler oder BMX-Artisten treffen, macht dem IOC zu schaffen. Mit den Youth Olympics gibt es mittlerweile eine eigene Jugendausgabe, die auch zum Testen neuer Sportarten und Formate genutzt wird.

Die Herren der Ringe haben für die Spiele von Tokio bei der Aufnahme neuer Sportarten besonders an die Popularität für junge Sportler gedacht. Das ist neu bei Olympia:

Baseball/Softball: Baseball und die Frauen-Variante Softball feiern in Tokio ein Comeback. Von 1996 bis 2008 wurde Softball bei den Sommerspielen gespielt, Baseball war 1992 bis 2008 dabei. Beides erfreut sich im Gastgeberland Japan großer Beliebtheit.


Karate: Wegen der Konkurrenz zu Taekwondo musste sich Karate lange gedulden, bis es nun endlich aufgenommen wurde. Erst in Japan, wo Karate wie in vielen anderen asiatischen Ländern beliebt ist, gab es Grünes Licht.

Surfen: Die Wellenreiter werden ihre Olympia-Premiere auf dem Kurzbrett feiern. Nicht zu verwechseln sind sie mit den ebenfalls olympischen Windsurfern der Klasse RS:X.

Klettern: Wie Surfen gilt Sportklettern als cool. Der internationale Verband gibt an, dass 35 Millionen Menschen weltweit klettern. Medaillen werden in der Kombination der drei Disziplinen Vorstiegsklettern (Lead), Bouldern (ohne Seil) und Speed vergeben.

Skateboard: Skateboard wird als eine Schlüsselsportart angesehen, junge Menschen für Olympia zu begeistern. Mit der Niederösterreicherin Julia Brückler stellt auch Österreich eine Teilnehmerin.

Dazu wurden trendige Variationen wie 3x3-Basketball und BMX-Freestyle neu aufgenommen. Außerdem will das IOC den Frauenanteil bei den Aktiven erhöhen. Deshalb wurden in bestehenden Sportarten die Frauenbewerbe gestärkt. Beispielsweise bestehen im Boxen nun fünf statt bisher drei weibliche Gewichtsklassen, dafür nur noch acht statt bisher zehn männliche. Beim Rudern kam der Frauen-Vierer anstelle des Leichtgewichtsvierers der Männer ins Programm.

Außerdem feiern zahlreiche Mixedbewerbe ihre Premiere, etwa im Triathlon, im Schwimmen, im Judo, beim Schießen und Bogenschießen und erstmals auch in der Leichtathletik mit einer 4x400-Meter-Mixed-Staffel.

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