Peking 2022 Alles zu Olympia 2022
Olympia 2022

Die Olympischen Dörfer sind Hochsicherheitszonen

Keine Chance für das Virus: Sportler und Teammitglieder müssen nach Ankunft innerhalb der "Closed Loops" bleiben.

Herzlich willkommen in China: Die Covd-Tester erwarten die Olympioniken in Peking.  SN/AP
Herzlich willkommen in China: Die Covd-Tester erwarten die Olympioniken in Peking.

Unter strengen Vorsichtsmaßnahmen wegen der Coronapandemie sind die olympischen Dörfer für die Winterspiele in Peking am Donnerstag offiziell eröffnet worden. Mehr als 360 Sportler und Teammitglieder aus mehr als 20 Ländern sollen die Unterkünfte am Eröffnungstag beziehen, berichtete das chinesische Staatsfernsehen. Seit vergangener Woche waren allerdings auch schon Sportler und Vorausdelegationen eingetroffen und eingezogen.

Für die Winterspiele, die am Freitag eröffnet werden, gibt es drei Athletendörfer an den jeweiligen Wettkampfstätten. Sie sind auf die Hauptstadt, das 75 Kilometer entfernte Yanqing und das 180 Kilometer vor den Toren Pekings liegende Zhangjiakou verteilt. Virusprävention und Kontrolle seien "die wichtigsten Aufgaben" des Managements in den Dörfern, sagte der Direktor des Verwaltungsteams, Shen Qianfan.

Die Unterkünfte ähneln wie die Austragungsorte jeweils Hochsicherheitszonen, da sich die Sportler und Teammitglieder nur in hermetisch "geschlossenen Kreisläufen" (Closed Loops) bewegen dürfen. Es geht dabei weniger darum, die Olympiateilnehmer vor Infektionen von außen zu schützen. Vielmehr soll es verhindern, dass das Virus durch die ausländischen Gäste nach China eingeschleppt wird.

Anders als andere Länder verzeichnet China gegenwärtig nur ein paar Dutzend Infektionen pro Tag. Die Gesundheitskommission meldete am Donnerstag landesweit 25 lokale Infektionen. Gleichzeitig wurden 23 neue Coronafälle in Zusammenhang mit den Winterspielen entdeckt, 15 davon bei Einreisen am Pekinger Flughafen. Die weiteren acht Infektionen stammen aus den olympischen Bubbles.

Mit strikten Maßnahmen wie Ausgangssperren, Massentests, Kontaktverfolgung und Isolation hat China das Virus schon seit mehr als eineinhalb Jahren weitgehend im Griff. Dafür hat sich China auch weitgehend vom Ausland abgeschottet.

In Peking werden 2300 Athleten und Betreuer untergebracht, in Yanqing (Alpinbewerbe und Eiskanal-Sport) 1400 Teilnehmer, während Zhangjiakou (Nordische, Biathlon, Freestyle) das größte Dorf mit rund 2700 Betten hat. Die Virusprävention geht weit über das hinaus, was die Teilnehmer an den Sommerspielen in Japan erlebt haben, wo die olympische Blase durchaus Löcher hatte. "Es muss allen klar sein, dass es hier nicht wie in Tokio ist", sagte ein europäischer Diplomat, der mit den Sicherheitsmaßnahmen vertraut ist.

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