Peking 2022 Alles zu Olympia 2022
Skiweltcup

ÖSV-Damen kassieren vorolympische Pleite

Katharina Liensberger und Co. fahren auch im Kronplatz-Riesentorlauf hinterher. Sara Hector feiert dritten Sieg.

In dieser Form können Österreichs Riesentorläuferinnen bei den Olympischen Spielen nur überraschen. Der erhoffte Befreiungsschlag in der seit Jahren größten Baustelle im ÖSV-Team blieb auch im letzten Rennen dieser Disziplin vor Peking aus. Am Kronplatz wurde Katharina Truppe als beste Österreicherin Zwölfte. Unverändert ist auch die Rangordnung an der Spitze: Sara Hector fing im zweiten Durchgang Petra Vlhová noch ab und hat nun drei der jüngsten vier Riesentorläufe gewonnen.

Der Rückstand hielt sich diesmal zwar in Grenzen, doch 1,48 Sekunden reichten für Truppe nur zu Rang zwölf. Ein besseres Ergebnis vergab die Kärntnerin, die nach einem positiven Coronatest zuletzt zehn Tage in Quarantäne war, mit einem schweren Fehler. "Das ist ärgerlich, andererseits bin ich froh, dass alle Bänder im Knie noch ganz sind. Da habe ich Glück gehabt", sagt Truppe. Zweitbeste war, in Abwesenheit von Ramona Siebenhofer, die nicht für Olympia qualifizierte Elisa Mörzinger auf Rang 20.

Ernüchterung herrschte im Lager der Peking-Starterinnen. Zwar hatte sich schon nach dem ersten Lauf abgezeichnet, dass Katharina Liensberger und Co. nichts mit den Spitzenplätzen zu tun haben, doch statt der Aufholjagd setzte es im zweiten Lauf einen weiteren Rückschlag. Liensberger, immerhin WM-Dritte von 2021 im Riesentorlauf, fiel auf Platz 23 zurück. "Ich kann mich mit dem Hang hier nicht anfreunden", sagt Liensberger. Hinsichtlich Olympia - mit dem Riesentorlauf wird die alpine Medaillenjagd in Peking eröffnet - will die Vorarlbergerin das schwache Ergebnis aber nicht überbewerten: "Olympia ist etwas ganz anderes."

In Peking hat das ÖSV-Team "nichts zu verlieren"

Ins gleiche Horn stößt Stephanie Brunner. Die Tirolerin ist, dem Hörensagen nach, die Österreicherin mit dem schnellsten Schwung. Allerdings konnte sie diesen auch in Südtirol nicht in etwas Zählbares ummünzen. Nach Halbzeitrang 16 schied Brunner wieder einmal aus. "Was soll ich tun? In dieser Position musste ich angreifen und da passieren Fehler." Dass in Peking nach den bisherigen Leistungen nicht viel zu erwarten ist, sieht sie positiv: "Da habe ich gar nichts zu verlieren. Wenn zwei Läufe aufgehen, weiß ich, wo ich stehe."

Die Favoritinnen sind naturgemäß andere. Allen voran Sara Hector. Die Schwedin ist zwar schon 29, aber die Riesentorlauf-Entdeckung dieser Saison. "Es ist unglaublich. Power habe ich immer gehabt, jetzt fahre ich mit ein bisschen mehr Gefühl", sagt Hector. Mikaela Shiffrin wurde Fünfte, behielt aber knapp die Führung im Gesamtweltcup, weil Vlhová ihre Halbzeitführung um 15 Hundertstel nicht ins Ziel brachte.

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