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Kombinierer Klapfer: "Motivation noch nie so groß wie jetzt"

Einen Tag nach seinem Bronzegewinn hat Kombinierer Lukas Klapfer in Hoenggye seine 493 Gramm schwere Bronzemedaille erhalten. Bei der anschließenden Feier in Austria House beantwortet der Steirer die Frage, ob er als Medaillengewinner nun ein anderer sei, mit Humor. "Nein, ich bin heute aufgestanden und war der gleiche Depp wie vorher", gab sich Klapfer gut gelaunt.

Klapfer will mindestens bis 2022 weitermachen SN/APA/HELMUT FOHRINGER
Klapfer will mindestens bis 2022 weitermachen

Im Publikum befand sich nicht nur der kanadische Buckelpisten-Superstar Mikael Kingsbury mit seiner Goldmedaille, sondern auch Klapfers Teamkollegen. Was noch möglich sei bei Olympia für die Kombinierer? "Sie sind alle hungrig. Aber nicht aufs Essen, sondern auf Medaillen. Die Motivation war noch nie so groß wie jetzt", lautete Klapfers Antwort.

Der Eisenerzer lebt mit seiner Familie in einem Haus im nahen Trofaiach, hat dort auch einen Hobbyraum, um dem Modellbau zu frönen. Früher ist er Motocross gefahren, hat sogar an der Trial-Staatsmeisterschaft teilgenommen. Heute bewegt er noch immer in erster Linie Fahrräder. "Trotz meiner 32 Jahre am liebsten auf dem Hinterrad durch den ganzen Ort. Radgott haben sie mich früher genannt."

Seine Liebe zu motorisierten Bikes erklärt auch, warum der nahe Erzberg sein "Lieblingsberg" ist. Dieser stufenförmig Koloss in Eisenerz, auf dem das mittlerweile berühmte Erzberg-Rodeo stattfindet, hat es Klapfer von klein auf angetan. "Weil wir dort früher immer schwarz mit den Motorrädern herumgedüst sind."

Viermal habe er schon aufhören wollen. Mittlerweile ist aber sicher, dass er bis mindestens 2022 weitermachen will, so der gelernte EDV-Techniker. Bald 15 Jahre ist er mit seiner Lebensgefährtin zusammen und werde "irgendwann mal den Schritt wagen". Zum Kombinierer sei er deshalb geworden, "weil mir was fehlen würde, wenn ich nur Langlaufen oder Skispringen würde".

Quelle: APA

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