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Olympia2018

Olympiasiegerin Hunyady traut Vanessa Herzog Medaille zu

Eisschnelllauf-Olympiasiegerin Emese Hunyady traut der Tirolerin Vanessa Herzog zu, in den nächsten Tagen in Pyeongchang eine Olympia-Medaille zu holen. Die 51-Jährige hat für die bisher letzte und insgesamt drei der bisher sechs Olympia-Medaillen Österreichs in dieser Sportart gesorgt. Hunyady gewann 3.000-m-Bronze 1992 in Albertville sowie 1994 in Lillehammer 1.500-m-Gold und 3.000-m-Silber.

Medaillenkandidatin Vanessa Herzog SN/APA/EXPA/JOHANN GRODER
Medaillenkandidatin Vanessa Herzog

"Vanessa kann eine Medaille holen, weil sie keinen Druck hat und jung ist", sagte Hunyady der APA. "Wenn man jünger ist, macht man sich nicht so viel Stress." Andererseits sei Herzog bei ihrer zweiten Olympia-Teilnahme mit ihrem Alter schon sehr weit. "Für eine 22-Jährige hat sie schon sehr viel Erfahrung, sie war schon bei so vielen großen Wettkämpfen."

Und auch das Körperliche spreche für die Europameisterin. "Ich war mit 22 ein kleines, dünnes Mädchen. Sie ist eine große starke Frau. Sie hat diese physische Gabe." Am Mittwoch beginnt Herzog ihr zweites Olympia-Abenteuer über 1.000 m. "Acht Mädchen sind von den Bestzeiten vor ihr - Japanerinnen, Holländerinnen, Amerikanerinnen. Aber das heißt nichts, das ist ein neues Rennen", erklärte die in der Schweiz als Trainerin arbeitende Hunyady.

Für Herzog spreche, dass der Formaufbau bei ihr stimmen dürfte. Im Jänner hat die Wahl-Kärntnerin schon davor gute Saisonergebnisse mit einem kompletten EM-Medaillensatz sowie eine Woche danach mit ihren ersten beiden Weltcupsiegen noch kräftig zugelegt. Sollte Herzog ihre Nachfolgerin als Olympia-Medaillengewinnerin werden, würde das Hunyady freuen. "Das wäre schön." Und sie traut ihr noch weiter viel zu: "Vanessa hat schon so viel Vergangenheit und hat auch noch viel Zukunft."

Herzog erhielt eine günstige Auslosung. Sie wurde in das 15. und damit vorletzte Paar mit der 31-jährigen Japanerin Nao Kodaira gelost, mit ihrer Landsfrau Miho Takagi Schnellste der Saison über diese Distanz. Damit hat die ÖESV-Athletin eine Läuferin neben sich, an der sie sich gut orientieren kann. "Das Wichtigste aber ist, dass sie im vorletzten Paar ist", erklärte Hunyady. "Da kann sie sich an den Zeiten orientieren."

Im letzten Paar folgen mit Marrit Leenstra (NED) und Heather Bergsma (USA) zwei weitere Podestanwärterinnen. Bergsma ist die amtierende Weltmeisterin und gehört neben Herzog, Kodaira und der Niederländerin Jorien ter Moers zu den vier Saisonsiegerinnen in dieser Disziplin. Aus europäischer Sicht zählen noch die Tschechin Karolina Erbanova und die Norwegerin Hege Bokko zu den Mitfavoritinnen. Für Herzog geht es am Sonntag über 500 m weiter, am Samstag nächster Woche (24.) folgt der Massenstart.

Quelle: APA

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