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Olympia erklärt

Wie geht Schießen beim Biathlon?

Die Spannung beim Schießen macht den besonderen Reiz des Biathlon aus. Eine präzise Elektronik sorgt dafür, dass die Zuschauer auch im TV jeden Treffer oder Fehler sofort sehen können.

In Großaufnahme gut zu sehen: Die Rädchen am Gewehr, mit denen das Diopter eingestellt wird.  SN/gepa
In Großaufnahme gut zu sehen: Die Rädchen am Gewehr, mit denen das Diopter eingestellt wird.
So sieht eine Schieß-Anlage mit den fünf Zielscheiben von hinten aus.  SN/hora2000.de
So sieht eine Schieß-Anlage mit den fünf Zielscheiben von hinten aus.

Die Zielscheiben beim Biathlon sind nur 4,5 Zentimeter (Liegendschießen) bzw. 11,5 Zentimeter (Stehendschießen) im Durchmesser groß und sind 50 Meter vom Schützen entfernt.

Hinter den Zielscheiben verbirgt sich eine mikroprozessorgesteuerte Technik, die jeden Schuss als Treffer oder Fehler erkennt und an den angeschlossenen Computer weiterleitet. So ist der Verlauf des Schießens auch online (www.biathlonresults.com) oder live im Fernsehen direkt mitzuverfolgen.

Um die jeweilige Schießbahn dem richtigen Athleten zuzuordnen, geben so genannte Operatoren die Startnummern an einem Eingabeterminal ein. Ein Operator verwaltet jeweils drei Bahnen.

Die Biathleten schießen mit Kleinkalibergewehren (Kaliber .22), die mindestens 3,5 kg schwer sein müssen. Das Visier verfügt über ein Diopter, das aber keine vergrößernde Wirkung hat. Mittels Rädchen am Diopter kann die Visierlinie neu eingestellt werden, um beispielsweise auf die Windverhältnisse zu reagieren. Eine "Raste" am Rädchen entspricht drei Millimetern auf der Zielscheibe.

Ein Fehlschuss wird mit einer Strafminute (Einzelbewerb) bzw. mit einer 150 Meter langen Strafrunde (Sprint, Verfolgung, Massenstart, Staffel) sanktioniert. Eine Strafrunde bedeutet ca. 25 Sekunden Zeitverlust. Nur in der Staffel gibt es auch die Möglichkeit, bis zu drei Mal pro Schießeinheit nachzuladen und so eine Strafrunde zu vermeiden.

So war es früher

Bei den ersten Biathlonwettkämpfen Anfang der 1960er-Jahre wurde noch mit aufgeblasenen Luftballons als Zielen experimentiert. Die Strafzeiten wurden erst im Ziel addiert, so dass es geraume Zeit dauerte, bis das Ergebnis feststand. Bis 1977 wurde mit Großkalibergewehren und auf größere Entfernungen geschossen.

(SN)

Aufgerufen am 25.02.2018 um 09:53 auf https://www.sn.at/sport/olympia2018/wie-geht-schiessen-beim-biathlon-24132751

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