1. Landesliga

Lorant rastet aus: "Lasse mich nicht beleidigen"

Nervenflattern im Abstiegskampf der 1. Landesliga: Wegen einer Rangelei mit Pfarrwerfner Betreuern sah der Trainer des FC Hallein nur von der Tribüne, wie seine Elf nach 3:0-Führung noch 3:5 verlor.

Fassungslos: Trainer Werner Lorant und Torjäger David Reichinger. SN/krugfoto/Krug Daniel sen.
Fassungslos: Trainer Werner Lorant und Torjäger David Reichinger.

Im Abstiegskampf der 1. Landesliga zeigt auch ein erfahrener Trainer wie Werner Lorant Nerven. Tabellenschlusslicht FC Hallein schien unter seiner Führung im Kellerderby gegen Pfarrwerfen am Samstag klar auf Erfolgskurs. Nach der Pause gaben die Tennengauer aber einen 3:0-Vorsprung aus der Hand und verloren eine hitzige Partie mit 3:5.

Die irre Wende mit vier Treffern in der Schlussviertelstunde sah Lorant allerdings nur von der Tribüne aus. Der 70-Jährige wurde nach einem handgreiflichen Disput mit Betreuern der Pongauer Mitte der zweiten Halbzeit von der Trainerbank verwiesen. "Ich lasse mich nicht beleidigen", rechtfertigt Lorant seinen Ausflug in die Coachingzone der Pfarrwerfner. "Er hat mich und meinen Co-Trainer geschubst", schildert Gästetrainer Dominique Thaler den Vorfall. "Alle haben geschubst. Ein Pfarrwerfner ist halt umgefallen wie ein Kartoffelsack", verteidigt Halleins Mittelfeldspieler Christian Feurstein seinen Coach.

Ohne Lorant an der Seitenlinie verlor der Tabellenletzte komplett den Faden. Gekippt war das lange einseitige Spiel aber schon kurz nach dem Seitenwechsel: Zunächst hatte Ibrahim Samur die Riesenchance auf das 4:0 vergeben, dann wurde Predrag Gavric wegen Schiedsrichterkritik ausgeschlossen. "Im elf gegen elf wären wir nie in Gefahr gekommen. So hat Pfarrwerfen aber die zweite Luft bekommen", meint Feurstein. Lorant bemängelt indes neuerlich körperliche Defizite und hadert mit dem Leistungsabfall in den zweiten 45 Minuten: "Wir waren nicht konsequent genug. Da muss die ganze Mannschaft besser verteidigen."

Die Halleiner bleiben damit auf dem Abstiegsplatz der 1. Landesliga. Pfarrwerfen hat sich mit dem ersten Auswärtserfolg der Saison auf den zwölften Rang verbessert. Vier Punkte Vorsprung beruhigen Coach Thaler aber keineswegs: "Noch ist gar nichts erledigt. Wir müssen weiter alle Geschütze auffahren." Von einem weiter spannenden Abstiegskampf gehen trotz Dämpfer auch die Tennengauer aus. "Da hängen noch einige Teams hinten drin. Es steigt nur ein Verein ab. Noch ist nichts verloren", betonte Routinier Feurstein nach seinem Comeback. Und auch Lorant strotzt weiter vor Zuversicht: "Ich bin weiter überzeugt, dass wir die Klasse halten."


Quelle: SN

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