Regionalsport

Adnet lieferte Hallein Duell auf Augenhöhe

Punkteteilung trübte Volksfeststimmung bei Spitzenreiter Hallein nicht. Lokalrivale haderte mit dem Schiedsrichter.

Adnets Kapitän Florian Widl (links) und der Halleiner Sasa Popovic lieferten sich einen der vielen intensiven Zweikämpfe im Derby. SN/krugfoto/Krug Daniel sen.
Adnets Kapitän Florian Widl (links) und der Halleiner Sasa Popovic lieferten sich einen der vielen intensiven Zweikämpfe im Derby.

Drei Spiele ohne Sieg und dennoch weiter Tabellenerster der Salzburger Liga: Hallein schwächelt erstmals in dieser Saison, doch die Verfolger nähern sich nur langsam. "In dieser Liga gewinnt man halt nicht so einfach. Alles ist eng beisammen", sagte Halleins Trainer Eidke Wintersteller nach dem Unentschieden im Nachbarschaftsduell gegen Adnet am Samstag. Dieses hatten wohl deutlich mehr als die offiziell angegebenen 480 Zuschauer vor Ort verfolgt. Gefeiert wurde beim Oktoberfest am Halleiner Sportplatz bis spät in die Nacht. "Die Stimmung war gewaltig, das Spiel leider nicht besonders schön anzusehen", sagte Wintersteller.

Der Spitzenreiter startete stark, doch Youngster Lukas Danter verpasste nach einer Viertelstunde die Führung. Adnet-Goalie Vlado Grabovica weckte seine Mannschaft mit einer starken Parade auf. Auch auf der anderen Seite brillierte in weiterer Folge der Schlussmann. Der langjährige Regionalliga-Torwart Josef Stadlbauer vereitelte vor der Pause eine Großchance von Roland Strobl und entschärfte im zweiten Durchgang Abschlüsse von Raffael Schörgi und Andreas Schnöll. In Führung gingen die Halleiner Hausherren: Nachdem Christoph Kendler und Christoph Siller in Grabovica ihren Meister gefunden hatten, verlängerte Dragisa Crnogorcevic in der 76. Minute einen Eckball per Kopf ins Tor. Dass dem Treffer eine Fehlentscheidung von Schiedsrichter Ramiz Begovic vorausgegangen sein soll, ärgerte die Adneter. Ihre Antwort ließ aber ohnehin nicht lange auf sich warten. Patrick Sparber gelang bei seinem Comeback nach Verletzungspause in der 85. Minute eine Kopie des ersten Treffers. Weil Begovic danach bei einer Strafraumszene nicht auf Elfmeter für Adnet entschied, blieb es beim 1:1 der Lokalrivalen.

"Ein leistungsgerechtes Ergebnis", sagte der Ex-Adnet-Coach Wintersteller. Unzufriedener war sein Nachfolger Thomas Schnöll. "Das Unentschieden ist okay, aber in der zweiten Halbzeit war das Momentum auf unserer Seite. Wir hatten ein leichtes Chancenplus und der nicht gegebene Elfmeter am Schluss ist bitter. Klarer geht es nicht", sagte Adnets Trainer. Obwohl auch seine Mannschaft zum dritten Mal in Folge sieglos blieb, sieht er eine gute Entwicklung: "Die Richtung stimmt."

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