Regionalsport

Auf Abwegen: Salzburgs Kombinierer wagten sich auf die Wasserschanze

In Park City absolvierten die ÖSV-Kombis auf 2000 Metern Seehöhe einen abwechslungsreichen Trainingskurs. Olympia kann kommen.

Sobald eine Großveranstaltung ansteht, sind Österreichs nordische Kombinierer vorn dabei. So geschehen bei den nordischen Weltmeisterschaften 2021 in Oberstdorf, als die ÖSV-Kombinierer um Shootingstar Johannes Lamparter sensationell zwei Mal Gold (Einzel, Teamsprint) und ein Mal Bronze (Staffel) abräumten. Im Winter 2022 geht es in Peking um Olympiamedaillen. Abermals ein klarer Fall für das ÖSV-Team, das in den vergangenen zwei Wochen in Park City weilte, um an der Olympiaform zu feilen.

Mittendrin: Die beiden Salzburger Mario Seidl und Stefan Rettenegger, die von den Trainingsbedingungen im Utah Olympic Park (Schanze) und in Soldier Hollow (Rollerstrecke) angetan waren. "Diese Gegend ist im Sommer etwas Neues für uns. Die Bedingungen sind perfekt, die Schanzen sind in einem Topzustand", berichtete der St. Veiter Seidl aus den USA. Er absolviert die erste komplette Vorbereitung nach seiner Kreuzband-Operation im Jahr 2020. "Ohne daneben eine Reha machen zu müssen, merke ich, dass beim Training viel mehr weitergeht."

Wieso die nordischen Allrounder den weiten Weg nach Nordamerika auf sich nahmen, erklärte Cheftrainer Christoph Eugen: "Wir haben Park City aufgrund der Höhe von 2000 Metern ausgewählt. Die Wettkämpfe bei den Olympischen Spielen in Peking sind auch auf über 1500 Metern, so konnten wir einige Erfahrungswerte aus der Höhe mit nach Hause nehmen. Das Flugsystem ist bei dieser Höhe viel sensibler, deswegen war es uns wichtig, viele Sprünge unter diesen Bedingungen zu absolvieren. Es gibt hier auch unzählige landschaftlich sehr schöne Trailrunning-Routen, auf denen wir unterwegs waren. Als willkommene Abwechslung diente die Wasserschanze, die den Athleten aber auch einige Überwindung abverlangt hat. Alles in allem war das ein gelungener Trainingskurs im Hinblick auf Olympia."

In den USA nicht mit von der Partie waren Doppelweltmeister Lamparter nach seiner Blinddarm-Operation, der nach einem Kreuzbandrisse rekonvaleszente Franz-Josef Rehrl sowie Lukas Klapfer (Materialtests in der Heimat). Ihre Wettkampfhärte testen Mario Seidl und Co. ab nächster Woche im Sommer-Grand-Prix. Von 27. August bis 5. September finden in Oberhof, Oberwiesenthal und Villach sowohl für Damen als auch Herren fünf Wettkämpfe in Folge statt.

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