Basketball

"Beim Basketball hat mein Vater immer recht"

Mit Adrian Mitchell ist eines der größten heimischen Talente Anfang Jänner zur BBU gewechselt, wo ihn sein Vater Aaron als Coach stets streng beurteilt.

Mitten in der Saison hieß es bei der BBU Salzburg heuer schnell reagieren. Nachdem Lorenz Rattey nur ein kurzes Comeback gefeiert hatte, war dem Club Anfang Jänner auch noch Djordje Djordjevic durch seinen Wechsel nach Tirol abhandengekommen. Trainer Aaron Mitchell fand jedoch eine familiäre Lösung des Personalproblems. Sohn Adrian, der seinen Vertrag beim Erstligisten BC Hallmann wegen hartnäckiger Verletzungsprobleme aufgelöst hatte, wechselte kurzfristig zur BBU und führte den Club nun als Point Guard zum Klassenerhalt.

Mit dem Sieg über Celovec habt ihr die Klasse gehalten. Wie groß ist die Erleichterung? Adrian Mitchell: Da ist uns jetzt schon ein großer Stein vom Herzen gefallen. Wir haben heute endlich gezeigt, was wir wirklich draufhaben. Deshalb bin ich sehr stolz auf die Leistung des Teams.

Und wie zufrieden waren Sie mit Ihrer eigenen Vorstellung? Die war schon in Ordnung, aber so richtig zufrieden mit mir bin ich eigentlich selten. Ich hätte in der Defensive mehr machen können und meine freien Würfe hätten besser sein sollen. Es gibt also noch viel, woran ich arbeiten kann, aber nach so einem Match kann ich mich nicht beklagen.

Vor einer Woche habt ihr gegen Celovec noch verloren. Was war diesmal anders? Wir haben natürlich gewusst, worum es in diesem Spiel geht, dass uns ein Sieg schon zum Klassenerhalt reicht. Deshalb war die Stimmung in der Mannschaft bereits die ganze letzte Trainingswoche hervorragend. So sind wir auch hoch motiviert ins Match gegangen und haben unserem Gegner schon früh die Hoffnung auf einen Sieg genommen.

Sie sind erst im Jänner zur BBU gestoßen. Wie schwer war es, sich im neuen Team zurechtzufinden? Das war überhaupt kein Problem. Ich hab ja schon seit der Vertragsauflösung beim BC Hallmann mit der Mannschaft trainiert, um wieder in Form zu kommen. Das sind hier alles richtig nette Leute, die es mir sehr leicht gemacht haben. Viele Spieler hab ich auch schon gekannt. Mit Chris Joch hab ich sogar zwei Jahre lang in Gmunden gespielt. Wir sind richtig gute Freunde.

Wie ist es, unter dem eigenen Vater zu spielen? Mir gegenüber ist er schon härter und strenger als gegenüber den anderen Spielern. Aber ich glaube, das ist auch normal so. Bei mir ist halt auch nach dem Training nicht Schluss. Wenn wir zu Hause sind, erklärt er mir noch einmal alle meine Fehler. Aber so bin ich aufgewachsen. Mein Vater hat ja enorm viel Erfahrung im Basketball. Deshalb hat er da auch immer recht.

Gab es für Sie jemals einen anderen Sport als Basketball? Natürlich. In meiner Jugend hab ich nebenbei auch noch sehr viel Fußball gespielt. Zum Beispiel für Elixhausen. Erst war ich Torhüter, dann Stürmer − auch wegen meiner Größe. Mit 14 Jahren hab ich mich dann voll aufs Basketballspielen konzentriert. Das liegt bei mir halt in den Genen.

Wo sehen Sie Ihre Zukunft? Wenn meine Verletzung endlich voll auskuriert ist, will ich wieder in die 1. Bundesliga. Dann sind natürlich die internationalen Topligen das Ziel. Und auch der Traum von der NBA lebt noch.

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