Regionalsport

BBU-Legionär Sánchez: "Ich bin ein Basketball-Verrückter"

Der Spanier Guillermo Sánchez hat bei der BBU eine neue Heimat gefunden.

Guillermo Sánchez spielt heuer bereits seine sechste Saison für die BBU. Der Spanier ist nicht nur einer der Schlüsselspieler in der Herren-Mannschaft, sondern betreut mittlerweile auch das Damen-Team, das am Wochenende mit seinem ersten Sieg in der 2. Bundesliga Vereinsgeschichte geschrieben hat. Vor dem Zweitligamatch der Herren am Samstag in Mistelbach sprach er mit den "Salzburger Nachrichten" über seine Liebe zum Basketball, die gute Entwicklung des Teams und seinen Stolz als Damen-Coach.

Wie sind Sie 2016 nach Salzburg gekommen? Guillermo Sánchez: Ich habe damals in Spanien gespielt und wollte wieder etwas Neues probieren. Ich habe damals fast jedes Team in Europa per E-Mail kontaktiert und bin dann im Sommer mit Freunden von Stadt zu Stadt gereist. In Salzburg habe ich mich gleich gut mit dem Vereinsverantwortlichen verstanden, und da ich von Bekannten in Österreich viel Gutes über die BBU gehört habe, habe ich mich für diesen Club entschieden.

Hätten Sie sich damals vorstellen können, dass Sie hier so lange bleiben? Ich habe damals mit ein oder maximal zwei Jahren gerechnet. Am Anfang hatte ich natürlich mit der Sprache so meine Probleme. Ich liebe es zwar, Sprachen zu lernen. Aber hier sprechen viele mit starkem Akzent, daran musste ich mich erst gewöhnen. Mittlerweile ist Salzburg jedoch für mich zu meiner zweiten Heimat geworden und ich hoffe, noch länger hier bleiben zu können.

Wie hat sich das Team in all den Jahren entwickelt? Der Unterschied zu meinem ersten Jahr ist schon sehr groß. Das Niveau in der Liga ist jetzt viel höher, aber auch wir sind immer stärker geworden. Zudem ist die Nachwuchsarbeit jetzt sehr gut.

Sie arbeiten mittlerweile selbst beim Club als Trainer. Das wollte ich schon immer machen. Ich bin einerseits ein strenger Trainer, aber ich bin auch wie ein Freund, zu dem man mit allen Problemen kommen kann.

Wie hat sich der erste Sieg Ihrer Damen angefühlt? Das war unglaublich. Ich kenne die Mädels ja schon seit Jahren und bin extrem stolz darauf, dass sie nach der Schule zu mir ins Training kommen, statt ins Kino zu gehen. Dafür schaue ich auch darauf, dass sie die Chance bekommen, so viel zu trainieren, wie sie eben möchten.

Bleibt da noch Zeit für andere Hobbys? Nicht wirklich. Ich bin halt ein Basketball-Verrückter. Ich denke dauernd an Basketball und lebe praktisch in der Halle.

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