Leichtathletik

Bendrat zuversichtlich: "Ein geiles Gefühl"

Am Donnerstag greift die Salzburger Hürdensprinterin Steffi Bendrat bei der Leichtathletik-Europameisterschaft ins Geschehen ein. Nach ihrem ersten halben Jahr als "Legionärin" in Deutschland geht sie optimal vorbereitet ins Rennen.

Bereit für die EM: Steffi Bendrat.  SN/GEPA pictures
Bereit für die EM: Steffi Bendrat.

Ihre gute Rekordzeit von der österreichischen Meisterschaften in Klagenfurt - 12,94 Sekunden - beschert Bendrat einen Startplatz im Semifinale. Die Vorläufe am Mittwoch, in denen auch Teamkollegin Beate Schrott dabei ist, bleiben ihr erspart. "Da müssen wir einfach anpassungsfähig sein", sagt die 26-Jährige. "Wir müssen sowieso dann auf den Punkt die Leistung bringen, wenn es notwendig ist. Ein guter Vorlauf bringt auch nichts, wenn dann das Halbfinale schwach ist."

Auch vom Rekordlauf, ihrem ersten unter 13 Sekunden, habe sie jetzt im Prinzip nichts mehr: "Auch wenn das der Lauf war, den ich mir schon den ganzen Saison gewünscht habe. Aber jetzt ist egal, was vorher war, jetzt heißt es hier Gas geben."

Bendrat glaubt, dass sie mindestens wieder eine Zeit wie in Klagenfurt auf die Bahn legen muss: "Für das Finale braucht es wohl eine niedrige 12,90er-Zeit", rechnet sie. Das könnte ihr aber durchaus gelingen: Läuferisch habe ich es schon länger drauf gehabt, aber nicht umgesetzt: "Jetzt ist es ein geiles Gefühl. Ich bin fit, mir sind in Klagenfurt zwei gute Läufe gelungen. Ich bin sehr zuversichtlich."

Viel beigetragen hat zu ihrem guten Gefühl der Wechsel in die Trainingsgruppe von Slawomir Filipowski beim TV Wattenscheid. "Beim Abschied aus Salzburg habe ich schon ein bisschen Tränen in den Augen gehabt", gesteht sie. Die Aufnahme in der Gruppe mit Klasseläuferin Pamela Dutkiewicz und Monika Zapalska hat ihr aber die Umstellung auf das Leben im Ruhrgebiet erleichtert. "Das Trainieren in einer solchen Gruppe tut mir gut. Für mich ist ein Traum in Erfüllung gegangen. Das war definitiv ein guter Schritt", sagt Steffi Bendrat. In Salzburg war sie allein auf Topniveau, zudem hatte die Zusammenarbeit mit ihrem bisherigen Trainer Philipp Unfried geendet. In Wattenscheid bewege sie sich im Training mitunter "am oberen Limit". Ihre Erkenntnis: "Es führen viele Wege zu einer Superzeit, jeder Trainer hat einen anderen Zugang."

Nach Berlin kommen am Donnerstag die Eltern der gebürtigen Laufenerin und viele Fans und Freunde. Die Halbfinals starten um 19.25 Uhr (live in ORF Sport +), das Finale um 21.50 Uhr.

Quelle: SN

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