Regionalsport

Coronavirus: Austria Salzburg hofft auf Absagen - Westliga-Kracher soll stattfinden

Der Erlass des Bundesregierung wegen des Coronavirus hat nicht nur für die heimischen Profivereine Auswirkungen, sondern auch für einige Salzburger Unterhausclubs und den Red-Bull-Nachwuchs.

Während der SAK (links Mersudin Jukic) den Westliga-Kracher gegen Saalfelden spielen will, hofft die Austria (Matthias Theiner) auf Absagen.  SN/krugfoto/Krug Daniel sen.
Während der SAK (links Mersudin Jukic) den Westliga-Kracher gegen Saalfelden spielen will, hofft die Austria (Matthias Theiner) auf Absagen.

Das Coronavirus und dessen rasche Ausbreitung hat nun auch im österreichischen Sport zu drastischen Maßnahmen geführt. Alle Outdoor-Veranstalten mit mehr als 500 Zuschauern werden bis vorerst Anfang April abgesagt. Das Gleiche gilt für Indoor-Veranstaltungen mit mehr als 100 Zuschauern. Das gab Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) bei einer Pressekonferenz am Dienstag in Wien bekannt.

Da der Erlass auch das Fußball-Unterhaus betrifft, berät der Salzburger Fußball-Verband ab 14 Uhr über die weitere Vorgehensweise. "Wir warten auf die schriftlichen Ausführungen der Bundesregierung und werden danach sehen, wie wir damit umgehen", erklärt SFV-Geschäftsführer Peter Haas, der sich in weiterer Folge auch mit den Westliga-Partnern aus Vorarlberg und Tirol absprechen wird. Die überregionale Regionalliga West startet am Samstag mit dem Schlager zwischen dem SAK und Saalfelden. Geht es nach den Verantwortlichen der Nonntaler, dann findet diese Partie statt. "Wir erwarten nicht mehr als 350 Zuschauer, deswegen sehe ich kein Problem", betont SAK-Obmann Josef Penco.

Klare Worte von Austria-Präsident Salzmann

Anders sieht die Lage beim Stadtrivalen Austria Salzburg aus. Die Violetten starten zwar erst am 21. März mit dem Heimspiel gegen St. Johann in die Frühjahrssaison, sind damit aber auch von dem Erlass betroffen. "Gegen St. Johann erwarten wir rund 800 Zuschauer. Es wäre sehr bitter, wenn wir nur 500 Fans reinlassen dürften", sagt Austria-Präsident Claus Salzmann, der sich eine Absage des Saisonstarts wünscht: "Ich verstehe die Vorgehensweise der Bundesregierung, die Gesundheit der Bevölkerung geht vor. Für die Austria wären Heimspiele vor nur 500 Zuschauern aber eine Katastrophe. Wir würden finanziell einen großen Schaden erleiden. Solange der Erlass besteht, hoffe ich, dass die Spiele abgesagt werden."

Youth-League-Viertelfinale in Gefahr

Unsicherheit herrscht auch bei Red Bull Salzburg. Die Nachwuchsakademie der Bullen ist bis auf weiteres für Besucher, Zuschauer und auch Eltern gesperrt. "Nur Spieler, Mitarbeiter und Lieferanten dürfen die Akademie derzeit betreten", erklärt FC-Liefering-Pressesprecher Christoph Iglhauser. Gefährdet ist auch das Viertelfinale der Youth League: Eigentlich sollten die Jungbullen nächsten Mittwoch in Grödig gegen den Sieger aus dem Duell Atalanta Bergamo gegen Lyon (Spiel findet am Dienstag statt) antreten. Derzeit ist aber ungewiss, ob dieses Spiel stattfinden wird.

Quelle: SN

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