Regionalsport

Ein Salzburger jagt den Marathon-Weltrekord

Thomas Kain ist einer von 42 "Sprintern" beim Wien-Marathon. Der ehemalige Leichtathletik-Profi glaubt an eine erfolgreiche Ö3-Challenge.

Große Herausforderung für Thomas Kain. SN/sn
Große Herausforderung für Thomas Kain.

Ein Rennen gegen Marcel Hirscher, aufschlagen gegen Dominic Thiem. Sich einmal mit den Weltbesten zu messen, dieser Herausforderung darf sich am Sonntag ein 25-jähriger Salzburger stellen. Mehr noch, Thomas Kain ist einer von 42 Läufern, die beim Wien-Marathon gemeinsam den Weltrekord jagen.

2:01,39 Stunden ist die Marke, aufgestellt vom Kenianer Eliud Kipchoge 2018 in Berlin, die es bei der Ö3-Challenge zu unterbieten gilt. Jede(r) muss einen Kilometer in weniger als drei Minuten zurücklegen, das bedeutet rund 17 Sekunden für 100 Meter. Die Teilnehmer müssen also gewissermaßen zum Weltrekord sprinten. Und darin liegt die Stärke von Kain, dessen Bestzeit über 400 Meter Hürden bei 50,80 Sekunden liegt, 800 Meter lief er in 1:54 Minuten.

"Ich habe mir nie vorstellen können einen Marathon zu laufen. Dass ich jetzt den Weltrekord knacken kann, ist genial", sagt der ehemalige Staatsmeister und EM-Teilnehmer. Lange vorbereiten konnte sich Kain nicht, da er kurzfristig nominiert wurde. "Aber ich habe quasi mein Leben auf dem Sportplatz verbracht, bin fit genug", sagt der Ex-Profi.

Das Kriterium für die Auserwählten war, die 1000 Meter oder eine vergleichbar Strecke in diesem Tempo bereits gelaufen zu sein. Schier unvorstellbar ist, dass der Weltrekordler diese Geschwindigkeit über 42,195 Kilometer hält. Dass es selbst für Trainierte nicht selbstverständlich ist, mit den Topstars auch nur über einen Kilometer Schritt zu halten, das mussten die 42 Herausforderer vergangenes Jahr erfahren. Nach 2:04,05 Stunden überquerte der letzte Staffelläufer in Wien die Ziellinie - also 2:26 Minuten langsamer als der aktuelle Weltrekord.

Die Marathon-Atmosphäre wird für Kain umso außergewöhnlicher, weil die Läufer zwei Minuten vor den Profis starten und so jeder das Gefühl bekommt, an der Spitze mitzulaufen. "Das ist eine riesige Ehre. Ich hoffe und glaube, dass wir den Weltrekord schaffen."

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