Eishockey

Salzburgerin kämpft mit dem Nationalteam ums Olympiaticket

Annika Fazokas ist seit einem Jahr Vizekapitänin im Damen-Nationalteam. Beim Turnier in Füssen hofft sie auf die Qualifikation für Peking.

Annika Fazokas will mit dem Nationalteam nach Peking. SN/gepa pictures/ csaba doemoetoer
Annika Fazokas will mit dem Nationalteam nach Peking.

Bei ihrem Stammverein, den Salzburg Eagles, nimmt Annika Fazokas schon länger eine Führungsrolle ein. Im Nationalteam ist die 24-Jährige vergangenes Jahr zur Vizekapitänin aufgestiegen. "Ich probiere jetzt auch hier, immer mehr Verantwortung zu übernehmen", erklärt die gebürtige Zellerin.

Ein großer Traum ist die Qualifikation für die Olympischen Spiele in Peking. Dafür muss das Nationalteam beim am Donnerstag startenden Qualiturnier im bayerischen Füssen aber wohl über sich hinauswachsen. Mit Gastgeber Deutschland, Dänemark und Italien warten dort gleich drei große Kaliber. "Wir sind da sicher der klare Underdog, aber auch nicht ohne Chance", meint Fazokas.

Mit der Rolle des Underdogs hat die Salzburgerin schon Erfahrung. Als junges Mädchen musste sie sich bis zur U16 auf dem Eis gegen ehrgeizige Buschen durchsetzen. Nachdem sie vom Zeller Nachwuchs in die Landeshauptstadt zu den Eagles gewechselt war, wagte sie sogar für ein Jahr den Sprung in die USA. "Das war anfangs schwer und vom Speed und der Körperlichkeit her eine große Umstellung. Die Gegnerinnen sind mir da teils schon richtig um die Ohren gefahren. Aber ich habe mich da reingekämpft und viel dazugelernt", erzählt Fazokas. So zählt auch eine 1:11-Niederlage gegen ein US-Topteam zu ihren schönsten Erinnerungen. "Denn da haben wir in einer randvollen Halle vor einer Wahnsinnskulisse gespielt. Da habe ich gesehen, was Dameneishockey für einen Stellenwert haben kann", erinnert sich Fazokas.

Ihre Eagles tun sich in der EWHL heuer ebenfalls sehr schwer. "Wir haben viele wichtige Spielerinnen verloren und jetzt eine sehr junge Mannschaft", erklärt die 24-Jährige. Zuletzt konnten sie in der Liga gar nicht spielen, da beide Goalies verletzt fehlten. Auch deshalb denkt sie daran, nach ihrem Studium noch einmal ins Ausland zu gehen. "Vielleicht nach Schweden, das wäre sicher spannend."

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