Regionalsport

EM-Medaille ist für Ruderer Lukas Reim in Reichweite

Der Salzburger Einer-Ruderer Lukas Reim zählt bei der U23-EM in Duisburg zu den Favoriten auf Edelmetall. Auch Teamkollege Severin Erlmoser, der erstmals allein antritt, ist in guter Form.

Lukas Reim rudert ein letztes Mal in der U23. SN/sngepa pictures/ andreas pranter
Lukas Reim rudert ein letztes Mal in der U23.

Mit zwei Booten ist der Salzburger Ruderklub Möve bei der U23-EM am 5. und 6. September in Duisburg stark vertreten. Und sowohl Lukas Reim als auch Severin Erlmoser ist in den Einer-Bewerben ihrer jeweiligen Gewichtsklasse viel zuzutrauen. "Die beiden sind sehr gut drauf. Irgendetwas müssen wir im Verein richtig machen", sagt Erlmosers Vater und Trainer Horst Scheibl stolz.

Mit der Qualifikation ist das Duo, das am Dienstag nach Duisburg aufbricht, keineswegs am Ziel der Träume angelangt. Vor allem Reim, der im Vorjahr WM-Fünfter wurde, peilt beim letzten Antritt in der U23 einen Spitzenplatz an. 21 Boote sind bei den Schwergewichten am Start. Nur die Gegner aus Litauen, Rumänien, Irland und Deutschland haben die 2000 Meter bereits schneller als Österreichs bester Einer-Ruderer absolviert. Ob alle Kontrahenten die Coronapause so gut nutzen konnten wie Reim, ist fraglich. Eine Medaille scheint für den Salzburger, der auch noch Richtung Olympia 2021 schielt, jedenfalls in Reichweite. "Ich will die vier Besten kitzeln und ganz vorn mitmischen", sagt der 22-Jährige.

Er setzt auf ein neues Boot und musste daher auch die Technik umstellen. Dass die richtige Abstimmung inzwischen gefunden ist, hat Reim zuletzt in Ottensheim bewiesen, als er sich seiner Bestzeit von 6:54 Minuten bis auf drei Sekunden näherte. In Duisburg, wo am Samstag die Vor- und tags darauf die Finalläufe anstehen, könnten auch Zehntelsekunden den Ausschlag geben. "Es wird sehr spannend, weil die Entscheidung in wenigen Läufen ohne lange Pausen fällt", erklärt Vater und Trainer Mario Reim.

Das weiß auch Erlmoser, der im Doppelvierer keine Perspektive mehr sah und nun erstmals bei einer U23-EM im Leichtgewichts-Einer antritt. Sein Plan: "Den Hoffnungslauf vermeiden und Energie für Sonntag sparen", sagt der 21-Jährige aus Plainfeld. Denn zwischen Halbfinale und Finale haben die Athleten nur drei Stunden Pause. Erlmoser befürchtet: "Da geht es dann blau ins Finale."

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