Regionalsport

Europacup: Seekirchen ging im Duell um Bronze die Luft aus

Ersatzgeschwächte Faustballerinnen traten gegen Schweizer Meister ohne Trainer an und hielten das Spiel bis zum fünften Satz offen. Nach der 2:4-Niederlage beenden die Flachgauerinnen das erste Europacup-Abenteuer als Viertplatzierte.

Sabine Süffert (hinten in der Mitte) fehlte beim Europacup (Archivbild). SN/askö seekirchen
Sabine Süffert (hinten in der Mitte) fehlte beim Europacup (Archivbild).

Seekirchens Faustballerinnen sind knapp an der Bronzemedaille beim Hallen-Europacup in Calw (Deutschland) vorbeigeschrammt. Nachdem sie ohne die mit dem Coronavirus infizierte Hauptangreiferin Sabine Süffert im Halbfinale am Freitagabend gegen Topfavorit Dennach mit 1:4 verloren hatten, forderten die Salzburgerinnen den Schweizer Meister Diepoldsau-Schmitter am Samstag im Duell um den dritten Platz voll. Doch nach hart umkämpften sechs Sätzen musste der österreichische Hallen-Meister die zweite Niederlage einstecken.

Seekirchen hielt ohne Trainer voll mit

Seekirchens Frauenteam coachte sich am Samstag gegenseitig, denn Trainer Mathias Karafiat ist in Österreich in Quarantäne und die Vöcklabrucker Trainer, die am Freitag eingesprungen waren, waren am Samstag selbst im Europacup-Einsatz. Das von Kapitänin Annika Huber angeführte und mit Abstand jüngste Team des europäischen Topbewerbs war gut in das Bronzeduell gestartet. Nach einer 6:1-Führung riss zwar kurz der Faden, doch nach einer Auszeit bei 6:5 zogen die Flachgauerinnen wieder davon und nutzten am Ende den fünften Satzball zum 13:11.

Zwei gewonnene Sätze reichten nicht zu drittem Platz

Im zweiten Durchgang geriet man nach einem 3:1 bald in Rückstand und unterlag 7:11. Wie bedeutend das taktische Mittel Auszeit ist, zeigte der dritte Satz: Seekirchen führte 5:0, die Schweizerinnen verkürzten nach einer Pause auf 5:4. Dann nahmen Huber und Co. die Auszeit und zogen auf 8:4 davon, ehe Diepoldsau-Schmitter den Durchgang drehte und mit 11:9 für sich entschied. Im vierten Satz konterte Seekirchen und glich mit 11:9 aus.

Nach 2:2-Ausgleich entglitt Seekirchen das Spiel

Doch nach der folgenden zehnminütigen Unterbrechung konnte das Team um die Angreiferinnen Lena Fischer und Neuzugang Magdalena Leibetseder nicht mehr glänzen. Die Schweizerinnen führten in den beiden abschließenden Sätzen konstant und setzten sich mit 11:7 und 11:4 durch. Seekirchen muss sich beim Europacupdebüt also mit insgesamt drei gewonnenen Sätzen und dem vierten Platz begnügen - angesichts der Umstände ein sehr respektables Ergebnis.

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