Fechten

Brugger genoss ihr Teamdebüt: "Das war ein echt tolles Erlebnis"

Fechttalent Lilli Brugger hat den Sprung ins Nationalteam geschafft.

Lilli Brugger kämpfte in Tauberbischofsheim erstmals fürs Nationalteam. SN/slfv/thomas kaserer
Lilli Brugger kämpfte in Tauberbischofsheim erstmals fürs Nationalteam.

Ihr Debüt im Nationalteam hat das Salzburger Fechttalent Lilli Brugger am Wochenende beim Weltcup in der deutschen Fechthochburg Tauberbischofsheim gefeiert. Mit den "Salzburger Nachrichten" sprach die 18-Jährige über ihre Anfänge und Ziele und darüber, wie sie sich trotz Wettkampfstress auf die anstehende Matura vorbereitet.

Wie hat sich für Sie der erste Einsatz im Nationalteam angefühlt? Lilli Brugger: Es war ein echt tolles Erlebnis. Wir haben zwar gegen die Ukraine mit 38:45 verloren, aber die Einzelergebnisse waren alle sehr knapp. Dabei hat der Nationaltrainer auf den Einsatz unserer Nummer eins Olivia Wohlgemuth verzichtet. Sie hat uns Junge dafür kräftig angefeuert. Mit meiner eigenen Leistung war ich jedenfalls sehr zufrieden.

Ist Ihre kurzfristige Nominierung fürs Nationalteam überraschend gekommen? Ich habe gewusst, dass es irgendwann passieren wird. Vor allem national habe ich ja bislang eine starke Saison gekämpft. Durch meinen Sieg letztes Wochenende beim Ranglistenturnier in Wien habe ich mich von Rang drei auf zwei verbessert. Die Freude über die Nominierung war dennoch riesig, denn damit darf ich jetzt bei der EM und WM auch im Einzel antreten.

Wie sind Sie überhaupt zum Fechtsport gekommen? Als ich vier Jahre alt war, habe ich mein erstes Training besucht und war gleich total begeistert. Allerdings hat es geheißen, ich wäre noch zu klein. Doch ich wollte unbedingt. Da ich noch nicht einmal die Waffe halten konnte, habe ich halt anfangs nur Schritte geübt.

Am Dienstag steht bei Ihnen die Matura an. Wie lässt sich das mit den Wettkämpfen vereinbaren? Die große Liebe zum Sport hat bei mir ja nie aufgehört. Deshalb macht es mir auch nichts aus, wenn ich die Pausen zwischen den Gefechten oder die Hin- und Rückreise voll zum Lernen nützen muss. Da setze ich mir einfach die Kopfhörer auf und lege los.

Was sind nach der Matura die nächsten Ziele? Ich habe mich jetzt erst einmal fürs Heeressportzentrum beworben. Wenn ich da angenommen werde, könnte ich mich voll dem Fechten widmen. Sportlich ist das größte Ziel die Teilnahme an Olympischen Spielen. Tokio kommt wohl noch zu früh, aber 2024 oder 2028 sollte es klappen.

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