Regionalsport

Für Salzburgs Sportler ist der Weg nach Tokio steinig

Rund zehn Athleten verfolgen den Traum von Olympia 2020. Für die meisten wäre die Qualifikation schon ein sehr großer Erfolg.

Noch 361 Tage bis zu den Olympischen Spielen - der Countdown läuft für rund zehn Salzburger, die sich den Traum von der Teilnahme im Zeichen der Fünf Ringe erfüllen wollen. Durch beinharte Limits, Kriterien und Konkurrenz stellt für die meisten der Weg nach Tokio eine sehr große Herausforderung dar. Aktuell am besten stehen die Chancen auf eine Qualifikation für Triathlet Lukas Hollaus.

Der 32-Jährige hat heuer im Weltcup aufgezeigt und etwa als Vierter in Astana sein bestes Karriereresultat erreicht. Zehn von zwölf Topergebnissen stehen zu Buche, nur mehr zwei fehlen daher für einen Start in Tokio. Bis Mitte Mai hat Hollaus noch Zeit. "Mein erstes großes Ziel ist die Teilnahme. Wenn das klappt und alles stimmt, ist vielleicht sogar ein Top-15-Platz möglich", ist der Niedernsiller optimistisch.

Groß aufgezeigt hat zuletzt auch Sylvia Steiner. Die Sportschützin stellte bei den Europaspielen nationalen Rekord mit der Luftpistole auf. Doch wie zuvor schon im Weltcup fehlten der 37-Jährigen aus Bischofshofen Millimeter auf Platz sechs, der das Olympiaticket bedeutet hätte. "Wenn man so will, habe ich die Quali zwei Mal mit dem letzten Schuss verpasst, aber ich bin zuversichtlich, dass die Zehntel bald auf meiner Seite sind." Fünf Quali-Chancen bieten sich noch.

Ihr Skeet-Kollege Sebastian Kuntschik hat noch drei Möglichkeiten. Zumindest ein Finaleinzug im Weltcup oder bei der EM dürfte dafür nötig sein. "50 Leute schießen um einen Top-6-Platz mit. Mit einem perfekten Wettkampf kann ich das schaffen", sagt der Teilnehmer von Rio 2016.

Die olympische Premiere im Klettern könnte mit Salzburger Beteiligung in Szene gehen. Sandra Lettner, 2018 Jugend-Olympiasiegerin, darf sich berechtigte Hoffnungen machen. "Es wäre natürlich ein Traum, aber ich mache mir gar keine Gedanken, weil ich sicher auch nach 2020 noch Olympiachancen bekomme", sagt die 17-Jährige aus Straßwalchen.

Salzburgs Olympiahistorie im Segeln wollen Laura Schöfegger und Anna Boustani fortsetzen. In der Klasse 49er FX muss sich das Duo gegen zwei österreichische Boote durchsetzen. Unter anderen gegen die Vizeweltmeister Tanja Frank/Lorena Abicht.

Steinig wird der Weg nach Tokio noch für die Karateka Alisa Buchinger und Stefan Pokorny, für Ringer Amer Hrustanovic und für Taekwondo-Kämpfer Aleksandar Radojkovic. Während die Kampfsportler zumindest realistische Chancen haben, sind diese für Hürdensprinterin Stephanie Bendrat und Marathonläufer Peter Herzog wohl nur theoretischer Natur.

Auch die Ballsportler werden in Tokio aller Voraussicht nach fehlen. Fabian Posch müsste mit dem Handball-Nationalteam bei der EM ins Halbfinale kommen.

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