Fußball

Saalfelden sucht nicht um Lizenz für 2. Liga an

Nach dem SAK verzichtet auch der FC Pinzgau auf einen Aufstieg. Aus der 2. Liga wird es daher einen Absteiger weniger geben. Auswirkungen hat die Entscheidung auch auf das Salzburger Fußball-Unterhaus.

Wie Titelkonkurrent SAK (hinten: Markus Berger) bleiben auch die Saalfeldner um Kapitän Tamas Tandari in der Regionalliga. SN/krugfoto/Krug Daniel sen.
Wie Titelkonkurrent SAK (hinten: Markus Berger) bleiben auch die Saalfeldner um Kapitän Tamas Tandari in der Regionalliga.

Regionalligist Saalfelden steigt im Sommer nicht in die 2. Fußball-Bundesliga auf. Die Pinzgauer gaben am Samstag bekannt, heuer nicht um die Lizenz für die kommende Saison anzusuchen. "Diese Entscheidung war für uns nicht einfach, zumal unser Team für die Lizenzierung in den letzten Wochen und Monaten hervorragende Arbeit geleistet hat und mit Ausnahme des Flutlichtes alles vorbereiten konnte, um die Auflagen für die Lizenzierung erfüllen zu können", erklärten die Saalfeldner, die nach der Absage des SAK der letzte verbliebene Aufstiegskandidat in der Regionalliga West gewesen waren.

Zuletzt hatten die Pinzgauer, die dank der Unterstützung von US-Partnern im Herbst souverän in die Eliteliga eingezogen waren, mit Andreas Fötschl einen prominenten Co-Trainer verpflichtet. Nun entschied sich der ambitionierte Verein von Cheftrainer Christian Ziege, den Aufstieg erst in der nächsten Spielzeit in Angriff zu nehmen. "Wir wollen die gewonnene Zeit nutzen, um uns intensiv darauf vorzubereiten. Jetzt hätten wir insbesondere in Sachen Stadion-Infrastruktur und Organisation zu viele - zum Teil sehr kostspielige - Kompromisse eingehen müssen", teilten die Vereinsverantwortlichen mit.

Als erste Maßnahme wurde unter anderem die Bestellung des ohnehin verspäteten Flutlichtes (400 Lux) gestoppt. Stattdessen soll bis zum Herbst eine 1200-Lux-Anlage mit den neusten Umweltstandards umgesetzt werden. Die notwendigen Planungsarbeiten dafür wurden bereits in Auftrag gegeben. Sportlich stehe die professionelle Weiterentwicklung der Mannschaft im Vordergrund. Zielsetzung im Frühjahr sei den Landescup- und den Westliga-Titel nach Saalfelden zu holen, und damit auch die Teilnahme am ÖFB-Cup zu sichern.

Aus der 2. Bundesliga wird es daher wohl einen Absteiger weniger geben. Auch das Salzburger Fußball-Unterhaus ist vom Entschluss der Saalfeldner betroffen: In der Salzburger Liga und 1. Landesliga wird daher nur der jeweilige Meister aufsteigen.

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