Regionalsport

Fußballer packen in der Coronakrise an

Spieler und Trainer des Regionalligisten Bischofshofen stellen sich freiwillig zur Verfügung, bedürftige Menschen im Alltag zu unterstützen.

BSK-Kapitän Goran Antunovic und Co. unterstützen in der Coronakrise ihre Mitmenschen im Pongau.  SN/krugfoto/Krug Daniel sen.
BSK-Kapitän Goran Antunovic und Co. unterstützen in der Coronakrise ihre Mitmenschen im Pongau.

Eigentlich wollte Bischofshofen den Trainingsbetrieb trotz des Coronavirus in den nächsten Wochen aufrechterhalten. Aufgrund des kompletten Spiel- und Trainingsverbots musste diese Idee am Sonntag aber verworfen werden. "Wir wollten unseren Nachwuchsspielern mit den Trainingseinheiten in dieser schweren Zeit ein bisschen Normalität bewahren. Wir halten uns aber natürlich strikt an die Vorgaben der Bundesregierung und haben alle Trainings abgesagt", erklärt BSK-Macher Patrick Reiter.

Um der Verantwortung gegenüber der Gesellschaft aber weiterhin nachzukommen, wurde ein Vorschlag eines Nachwuchstrainers der Pongauer noch am Sonntag in die Tat umgesetzt. Die meisten Spieler der Kampfmannschaft und die Nachwuchstrainer stellen sich in der Trainingszeit zur Verfügung für ältere Menschen, die derzeit soziale Kontakte meiden sollten, Einkäufe und andere Notwendigkeiten zu erledigen. "Es können sich nicht nur ältere Menschen melden, sondern jeder, der Unterstützung braucht", sagt Sieglinde Knauseder, die als Kontaktperson fungiert und die Einsätze der BSK-Kicker koordiniert.

Das spezielle Service des Regionalligisten beschränkt sich nicht nur auf Bischofshofen, auch Bedürftigen aus den Nachbargemeinden soll geholfen werden. "Wir haben zum Beispiel einige Spieler aus St. Johann, die dort sehr gerne helfen wollen", ergänzt Knauseder, die am Montagnachmittag noch keinen Einsatz vermelden konnte. "Die Aktion ist noch ganz frisch, wird sich aber durch verschiedene Medien und Mundpropaganda schnell verbreiten. Es gibt sicher Menschen, denen wir in dieser schweren Zeit helfen können."

Für BSK-Macher Patrick Reiter haben die Vereine in Krisenzeiten eine besondere Verantwortung gegenüber der Gesellschaft: "Da kann jeder zeigen, dass er nicht nur um Förderungen bettelt, sondern sich auch abseits des Sports nützlich machen kann. Ich hoffe, dass in nächster Zeit noch viele Clubs helfen werden."
Alle Personen aus Bischofshofen und Umgebung, die Hilfe bei wichtigen Erledigungen brauchen, können sich bei Sieglinde Knauseder (office@bsk-1933.at oder 0676/9454133) melden.

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