Regionalsport

Grödig schnupperte an der Cup-Überraschung

Die Pfeifenberger-Elf hielt am Freitag gegen den Zweitligisten Amstetten lange Zeit gut mit, kassierte aber kurz vor Schluss das bittere 1:2.

Ein Treffer von Mersudin Jukic (vorne) reichte Grödig gegen Amstetten nicht zur Sensation.  SN/krugfoto/Krug Daniel sen.
Ein Treffer von Mersudin Jukic (vorne) reichte Grödig gegen Amstetten nicht zur Sensation.

Wenn in Grödig ÖFB-Cup gespielt wird, ist immer alles möglich. Beinahe hätte der Regionalligist am Freitagabend in der 1. Runde wieder einen höherklassigen Gegner stolpern lassen. Gegen Zweitligist SKU Amstetten musste sich das Team von Heimo Pfeifenberger erst durch ein Gegentor in der Schlussminute mit 1:2 (0:1) geschlagen geben. Trotz der fünften Saisonniederlage im fünften Spiel sehen sich die Grödiger nun im Aufwind.

Stürmischer Regen setzte pünktlich zum Anpfiff am Fuß des Untersbergs ein. Den Rückenwind nützten die Niederösterreicher bei ihrem Führungstreffer, nach einem aufs Tor gezogenen Eckball war Sebastian Dirnberger erfolgreich (21.). Danach hatten die Gastgeber ihre beste Phase. Danijel Vucanovic ließ zwei Sitzer aus. Einmal war Torhüter Dennis Verwüster mit den Fingerspitzen dran (23.), dann verzog er nach Stanglpass von Mamadou Diallo aus fünf Metern knapp (26.).

Besser machte es dann Altmeister Mersudin Jukic. Er zog mit links aus der Drehung ab, sein Linksschuss sprang vor dem Torhüter noch einmal auf (56.). Ein offener Cupfight entwickelte sich. Seit 2017 sind alle drei Grödiger ÖFB-Cupspiele in die Verlängerung gegangen. Auch diesmal roch es nach einem Nachspiel, doch erneut nach einem Eckball war Marco Stark per Kopf zur Stelle (90.) und beendete die Grödiger Träume jäh.

"Ich bin mit der Leistung der Mannschaft heute sehr zufrieden", sagte Trainer Heimo Pfeifenberger. "Schade, dass wir dann aus zwei Standardsituationen die Gegentreffer erhalten haben und so kurz vor Schluss ausgeschieden sind. Aber wir haben gegen eine Zweitligamannschaft sehr guten Fußball gezeigt." Kapitän Robert Völkl sah es ähnlich: "Schade um die Chance, wir hätten noch die Kraft für eine Verlängerung gehabt. Aber wir sind jetzt richtig motiviert, in der Regionalliga da unten endlich rauszukommen."

In der Regionalliga Salzburg geht es für die Pfeifenberger-Elf bereits am Mittwoch mit dem Derby gegen Anif weiter. Auch der Erzrivale konnte am Freitag im Cup nicht überraschen. Beim letzten Spiel von Trainer Raphael Ikache, der sich Richtung Red-Bull-Akademie verabschiedet, verloren die Anifer beim Zweitligisten Kapfenberg mit 1:5. "Es hört sich zwar blöd an, aber es war eine gute Leistung. Der Gegner war vor dem Tor leider eiskalt, ansonsten war der Unterschied nicht allzu groß", analysierte Ikache nach der Pleite.

Die letzten beiden Salzburger Amateurvertreter im ÖFB-Cup hoffen am Sonntag auf die große Sensation. Bei St. Johann waren alle Corona-Tests negativ, dem Saisonhighlight bei Rapid Wien (17.30 Uhr/live ORF1) steht somit nichts mehr im Wege. Seekirchen fordert um 18 Uhr den Zweitligisten GAK.

Wegen des Cups steht in der Regionalliga Salzburg am Samstag nur eine Mini-Runde auf dem Programm. Titelfavorit Saalfelden will im Heimspiel gegen Bischofshofen den mäßigen Saisonstart vergessen machen. Das Überraschungsteam Kuchl kann mit einem Sieg beim Tabellenletzten Grünau bis Mittwoch sogar die Tabellenführung übernehmen.

SPORT-NEWSLETTER

Jetzt anmelden und wöchentlich die wichtigsten Sportmeldungen kompakt per E-Mail erhalten.

*) Eine Abbestellung ist jederzeit möglich, weitere Informationen dazu finden Sie hier.

Aufgerufen am 26.11.2020 um 08:12 auf https://www.sn.at/sport/regionalsport/groedig-schnupperte-an-der-cup-ueberraschung-92102305

Kommentare

Schlagzeilen