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Handball

Salzburger Handball-Talent wagt Sprung ins Ausland

Der 13-jährige Thomas Wagner wechselt in die Nachwuchsschmiede des SC Magdeburg und lernt dafür fleißig Französisch und Chemie.

Starke Trainingspartner zu finden war für Thomas Wagner auch unter den verschärften Coronabedingungen kein Problem. Die sitzen beim 13-jährigen Handball-Talent praktischerweise gleich mit am Küchentisch. Sein zwei Jahre älterer Bruder Christian spielt im Nachwuchs des Bundesligisten HC Linz, Vater Herbert ist Trainer beim UHC Salzburg.

Sich fit zu halten und an der eigenen Technik zu feilen ist für Thomas Wagner derzeit besonders wichtig, steht er doch vor einem großen Karriereschritt. Mit dem neuen Schuljahr wechselt der Teenager in die ostdeutsche Handball-Hochburg Magdeburg, die schon für Nationalspieler Robert Weber zur zweiten Heimat geworden ist.

"Wir sind Ende Oktober zu einem dreitägigen Probetraining eingeladen worden. Ausländische Nachwuchsspieler nehmen die zwar nur höchst selten auf und nur, wenn sie viel stärker als die eigenen Leute sind, aber von Thomas waren sie gleich begeistert", erzählt Vater Herbert, der seinen Sohn nie zum Handball gedrängt hat. "Ich habe mehr darauf geschaut, dass er eine möglichst breite sportliche Ausbildung bekommt." So hatte der Junior schon mit drei Jahren seinen ersten Kinder-Zehnkampf absolviert, danach im Judo zahlreiche Landesmeistertitel gewonnen und auch bei Skirennen Siege eingefahren, ehe er zum Handball gewechselt ist.

Um einen Vorgeschmack darauf zu bekommen, was ihn in Magdeburg erwartet, hat Thomas Wagner im Februar eine Schnupperwoche samt Schulbesuch absolviert. "Ich habe mich da gleich sehr wohlgefühlt. Die waren alle supernett", erinnert sich der 13-Jährige. Ganz so einfach wird der Schulwechsel allerdings nicht. Mit Französisch und Chemie muss er zwei Fächer nachholen. Die Sprache lernt er nun gemeinsam mit einem Freund, für die naturwissenschaftliche Nachhilfe ist die Mama zuständig.

Die eigene Messlatte liegt zumindest im Handball enorm hoch. Als größtes Vorbild nennt Thomas Wagner den Norweger Sander Sagosen, der zuletzt bei der Euro 2020 mit 65 Treffern einen historischen EM-Rekord aufgestellt hat. Größtes Ziel ist der Gewinn der Champions League. Dafür ist Magdeburg gar kein schlechtes Pflaster. Gleich drei Mal haben die Ostdeutschen bislang in der europäischen Königsklasse triumphiert. Zuletzt 2002, damals mit Handball-Punk Stefan Kretzschmar am Flügel.


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