Regionalsport

Harte Konsequenzen nach Heim-Blamage

Bischofshofens Boss Patrick Reiter geht mit seiner Mannschaft hart ins Gericht und hat bereits ein Zeichen gesetzt. Weitere werden folgen.

Leon Marojevic weigerte sich, für die 1b aufzulaufen. Bischofshofen löste den Vertrag sofort auf.  SN/krugfoto/Krug Daniel sen.
Leon Marojevic weigerte sich, für die 1b aufzulaufen. Bischofshofen löste den Vertrag sofort auf.

"Nur Goalie Fritz Kühleitner, der uns mit vielen Paraden vor einer höheren Niederlage bewahrt hat, und Doppeltorschütze Ylltrim Sulejmani haben Leistung gebracht. Der Rest war eine Katastrophe", tobte BSK-Boss Patrick Reiter nach der blamablen 2:4-Pleite gegen Nachzügler Langenegg.

Die Pongauer zeigten von der ersten Minute an keinen Einsatz, keine Leidenschaft und ließen jeden Siegeswillen vermissen. "So kann man nicht Fußball spielen. Und so wird es auch nicht weitergehen", kündigte Reiter bereits wenige Minuten nach dem Schlusspfiff Konsequenzen an. Am Samstag traf es dann einen Spieler, der gegen Langenegg gar nicht auf dem Spielfeld gestanden war. Der nicht eingewechselte Ersatzspieler Leon Marojevic weigerte sich, in der 1b zu spielen, und wurde freigestellt. "Wir haben uns schon auf eine Vertragsauflösung geeinigt. Wir brauchen nur Spieler, die alles für den Verein geben und sich an die Regeln halten", betont Reiter, der für Montag weitere Konsequenzen ankündigt: "Die Mannschaft muss sich bei den 150 Zuschauern, die am Freitag vor Ort waren, entschuldigen und sich für das nächste Heimspiel etwas einfallen lassen. Akzeptieren die Spieler die Strafe nicht, dann werden sie suspendiert und wir spielen mit unserer 1b weiter."

Mit hohen Zielen ist Aufsteiger Bischofshofen in die Frühjahrssaison gestartet. Nach einer durchwachsenen Hinrunde wollten sich die Pongauer in der Tabelle weiter nach vorn arbeiten. Auf den überraschenden 3:1-Derbysieg in St. Johann ließ die Elf von Trainer Johann Davare aber ein Unentschieden und zwei Pleiten folgen. Von einem einstelligen Tabellenplatz ist beim Elften derzeit keine Rede mehr. "Fußballerisch gehören wir zu den besten Teams der Liga. Wir zeigen aber leider zu wenig Leidenschaft und Einsatz", sagt Reiter, der aber sich selbst in die Pflicht nimmt: "Ich habe Fehler gemacht, die wir im Sommer korrigieren müssen."

Die Planungen für die kommende Saison laufen auf Hochtouren: Mit Anif-Stürmer Semir Gvozdjar steht ein Neuzugang schon fest. Weitere sollen folgen. "Von der bestehenden Mannschaft kann sich in den nächsten Wochen jeder für die Eliteliga empfehlen, da muss aber eine deutliche Leistungssteigerung kommen", betont Reiter.

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